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Beachvolleyball auf dem Burgplatz

Beachvolleyball auf dem Burgplatz

Die Sportart boomt in Düsseldorf — im Breiten- und Spitzenbereich, 2018 soll erneut ein großes Turnier steigen.

Düsseldorf. Beachvolleyball ist in — auch und gerade in Düsseldorf. Es gibt immer mehr Hobby- und erfolgreiche Spitzensportler oder Mannschaften etwa bei Tusa oder VC Alsterwasser. Auch bei den gerade beendeten Deutschen Meisterschaften am Timmendorfer Strand lief es prima für die Teams aus der Landeshauptstadt — allen voran für Clemens Wickler und Tim Holler, die Deutscher Meister wurden. Nach dem Turnier im Juni auf der neuen Anlage beim DSV in Lierenfeld mit den Olympiasiegerinnen Laura Ludwig und Kira Walkenhorst, soll es auch 2018 ein Topevent geben: „Die Stadt- und Messetochter DCSE plant ein Beachvolleyball-Turnier auf dem Burgplatz“, sagte Stadtdirektor Burkhard Hintzsche im Sportausschuss. In dem Gremium drehte sich gestern viel um die Trendsportart. „Die Chancen stehen extrem gut, Spitzen-Beachvolleyball in Düsseldorf zu etablieren“, sagte Thomas Gottwald vom Volleyball-Kreisverband. Er malte ein rosiges Bild des Spiels zwei gegen zwei im Sand, dass auch in den Medien eine immer größere Resonanz erfahre — leider im Gegensatz zum Hallen-Volleyball, das freilich die (technische) Grundlage für „Beach“ sei und bleibe. Aber eben nicht so viel „Ramba-Zamba, Musik und Party“ biete. Gottwald: „Auch viele Kinder und Jugendliche fasziniert deshalb der Sport, mittlerweile haben wir 22 Nachwuchsteams in Düsseldorf.“ Die Mädchen sind hier mit 20 Mannschaften weit in der Übermacht. Positiv überrascht zeigte sich der Verbandsvertreter, wie sehr die Stadt zuletzt Beachvolleyball unterstützt habe — etwa beim Bau der neuen Anlage in Lierenfeld. Mittlerweile gibt es 30 Sand-Spielfelder in der Stadt.

Wie viele Beach-Volleyballer es in Düsseldorf gibt, weiß niemand. Angemeldete Volleyballer insgesamt gibt es gut 1200.

Gottwald verschweigt nicht, dass „Beach“ eine sehr zeit- und kostenaufwendige Sache ist — wenn man in die Spitzenklasse gelangen will. Zumal nur „ganz oben“ Geld zu verdienen sei, sagt er. Aber auch dann längst nicht immer. So habe Alexander Walkenhorst (Tusa) nur 200 Euro für seinen 9. Platz bei der Europameisterschaft erhalten. Gottwald: „Das deckte gerade mal seine Fahrtkosten.“