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Baubeginn für das Bürohaus „Fürst & Friedrich“

Baubeginn für das Bürohaus „Fürst & Friedrich“

Das moderne Bürohaus mit einem Stück alter Fassade und offenem Café für alle soll im Sommer 2019 fertig sein.

Düsseldorf. Vor genau einem Jahr wurde mit dem Abriss der ehemaligen West-LB-Zentrale an der Ecke Fürstenwall/Friedrichstraße begonnen. Am Dienstag nun wurde der Grundstein für „Fürst & und Friedrich“ gelegt. Ein modernes Bürohaus, dessen Name schlichtweg auf die anliegenden Straßen verweist. Im Sommer 2019 soll das siebengeschossige Gebäude voraussichtlich fertig sein.

Baubeginn für das Bürohaus „Fürst & Friedrich“
Foto: Sergej Lepke

Das Grundstück am Kirchplatz hat es Arne Hilbert vom Kölner Investor Art-Invest, zu dessen Immobilienbestand auch der Kö-Bogen gehört, angetan. Bei der Grundsteinlegung erzählte er, wie er vor drei Jahren zufällig am Gebäude vorbeigefahren sei. Noch im Auto habe er den damaligen Besitzer angerufen und gefragt, was er mit der Immobilie vorhabe. Doch der habe keine Pläne gehabt, so Hilbert und ergänzt: „Aber ich hatte da schon eine Vision.“ Gebaut wird in der urbanen Friedrichstadt ein Bürohaus „für zukunftsorientiertes Arbeiten“.

Der Boden der Tiefgarage ist fertig. In den kommenden Monaten wird das zweigeschossige Parkhaus mit 132 Stellplätzen hochgezogen. Dann ist der Rohbau für „Fürst und Friedrich“ an der Reihe. Am Ende sollen 15 000 Quadratmeter für Büros, Events und Gastronomie genutzt werden können.

Geplant haben das Gebäude (rund 100 Millionen Euro werden investiert) die Düsseldorfer Architekturbüro Slapa Oberholz Pszczulny (sop). Für das Büro erklärt Geschäftsführer und Architekt Wolfgang Marcour, dass man gut im Zeitplan liege. Der Abriss des alten West-LB-Gebäudes sei unumgänglich gewesen, man hätte das alte Bürohaus nicht mehr vermieten können. Nun entsteht ein barrierefreier Neubau, in den - an der Seite zum Fürstenwall - ein kleiner Teil der historischen Natursteinfassade integriert wird. „Die stand nicht mal unter Denkmalschutz, aber sie wird dem Haus Qualität geben“, ist sich Marcour sicher.

Die alte Fassade ist ein Relikt der preussischen Rheinprovinz und zeigt die Stadtwappen von Köln, Koblenz, Düsseldorf, Aachen und Trier. Sie wird im Neubau von einer Glasfassade umgeben und soll später wie ein freigestellter Baukörper wirken.

Sehr überzeugt vom Standort ist Michael Schmutzer. Der Chef des Nürnberger Unternehmens „Design Offices“ hat sich entschieden und wird ein Drittel der Fläche, 5000 Quadratmeter, für 15 Jahre mieten. Um den größten Teil gleich wieder zu vermieten. Denn Schmutzer ist so genannter Co-Working-Space-Anbieter. „Wir vermitteln Unternehmen flexible Arbeitswelten“, erklärt er. Seine Firma sei eben wie ein Hotel, nur eben für „neues Arbeiten“.

Seine Hauptkunden sind Dienstleister, Energieunternehmen, Automobilhersteller oder gehören zur Medien- und Kommunikationsbranche. Schmutzer bietet ihnen flexible Büros mit kleinen Rückzugsräumen, aber auch Großräumen für die Teamarbeit. Dazu hat er die gesamte erste Etage im Neubau reserviert und die Lounge mit Terrasse im sechsten Stock.

Für alle mietbar wird ein Veranstaltungsraum für bis zu 500 Personen im Erdgeschoss sein, ebenso wie eine Tages-Bar. Und offen für alle wird das geplante Café dort. Das will ebenfalls „Design Offices“ betreiben. „New Work Café“ soll es heißen. Aber dennoch im Haus der innovativen Arbeitswelt ein Ort der Pause sein.