Bald

Über 30 Jahre ist es her, dass die Gruppe Kodo mit ihrem umjubelten Auftritt in Berlin den Grundstein zu ihrer steilen Karriere legte. Ihre Kunst in Worte zu fassen, erscheint nahezu unmöglich: Kodo muss man hören, fühlen, erleben.

Sirrend und flirrend erklingen ihre kleinen Instrumente wie in einem einzigen Ton, so schnell, so ungeheuer leicht liegen die Sticks in den Händen der Musiker. Groß und durchdringend erklingt die gewaltige Taiko — unvorstellbar die Kraft und die Technik, mit der sie geschlagen wird. Was dazwischen liegt, ist Trommelkunst in höchster Vollendung, mitreißend, in wahnwitzigen Tempi, die die Füße kribbeln und den Körper im Puls der Klänge vibrieren lassen.

Wie gut es Kodo (unter der künstlerischen Leitung von Tamasaburo Bando) gelingt, das traditionelle japanische Trommelspiel mit neuen Impulsen zu einer Kunst der heutigen Zeit zu machen, ist in Perfektion in ihrem neuen Programm „Evolution“ zu erleben, mit dem sie auch in Düsseldorf gastieren. Tonhalle, Ehrenhof 1, Dienstag, 6. März, 20 Uhr, Tickets von 30 bis 75 Euro erhältlich im Opernshop, Telefon 0211 89 25 211 oder unter www.heinersdorff-konzerte.de.

Mehr von Westdeutsche Zeitung