Düsseldorf-Rath Automaten gesprengt: Brüder schwiegen zum Auftakt

Prozess um spektakuläre Verbrechen in Rath. Verfahren gegen die Eltern wurde abgetrennt.

Düsseldorf. Dreimal knallte es im September und Dezember vergangenen Jahres in Rath. Ein Geld- und zwei Fahrkartenautomaten flogen spektakulär in die Luft, insgesamt erbeuteten die Täter vermutlich knapp 30 000 Euro. Seit Freitag müssen sich zwei Brüder, 28 und 34 Jahre alt, vor dem Landgericht dafür verantworten. Das Verfahren gegen ihre Eltern, die ebenfalls angeklagt waren, weil sie die Verbrechen unterstützt haben sollen, wurde abgetrennt.

Auf einem Firmengelnde an der Reisholzer Bahnstraße sollen die beiden fünf Gasflaschen gestohlen haben. Am 12. September vergangenen Jahres wurde das Gas in den Geldautomaten gesteckt, der in einem Spielkasino am Vogelsanger Weg steht. Mit einer Glühbirne — so die Staatsanwaltschaft — wurde die Explosion per Fernzündung ausgelöst. Allein in diesem Fall sollen die Brüder rund 21 030 Euro erbeutet haben. Der angerichtete Sachschaden liegt mit zirka 30 000 Euro noch höher.

Gleich zweimal sollen die Angeklagten am 5. und 31. Dezember auf die gleiche Art Fahrkartenautomaten im Rather S-Bahnhof in die Luft gejagt haben. Dabei betrug der Sachschaden jeweils etwa 25 000 Euro. Die Beute fiel mit 2700 bis 4500 Euro deutlich geringer aus. Gefasst wurde das Duo am 9. Januar. Da versuchten die Brüder, in einem Gerresheimer Bauhaus weiteres „Arbeitsmaterial“ zu stehlen. Sie wurden von Detektiven ertappt und nach einer Verfolgungsjagd überwältigt.

Zum Prozessauftakt verweigerten die Angeklagten die Aussage. Sie sind beide erheblich vorbelastet. Allein das Strafregister des 28-Jährigen enthält 17 Eintragungen, er fiel schon als Jugendlicher immer wieder auf. der Prozess wird am 16. Juli fortgesetzt.

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