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Auto wirft Straßenbahn aus dem Gleis – ein Mann stirbt

Auto wirft Straßenbahn aus dem Gleis – ein Mann stirbt

Ein Autofahrer kommt bei der Kollision mit einer Straßenbahn ums Leben. Ein Lastwagen bremst die entgleiste Bahn.

Düsseldorf. Ein dramatisches Unglück hat sich am Montagmittag an der Kreuzung Karl-Geusen-/Kölner Straße in Oberbilk ereignet. Eine entgleiste Straßenbahn, ein Fiat-Minivan, ein VW-Bus und ein Laster wurden in den Unfall verwickelt.

Die traurige Bilanz: Der Fahrer des Minivans kam ums Leben, sein Beifahrer wurde schwer verletzt, der Fahrer der Straßenbahn sowie vier Fahrgäste erlitten leichte Verletzungen. Den sofort alarmierten Rettungskräfte bot sich ein Bild des Schreckens.

Unklar waren Montagabend noch die Identität des Toten und der genaue Unfallhergang. Nach ersten Erkenntnissen handelte es sich um eine Kettenreaktion: Ausgangspunkt war der Zusammenstoß einer Straßenbahn der Linie 715, die um 12.50 Uhr stadteinwärts fuhr und aus ungeklärter Ursache in den Fiat-Minivan krachte - dieser kam aus der Kölner Straße und wollte stadtauswärts abbiegen. Dabei wurden der Fahrer des Minivans und sein Beifahrer im Wagen eingeklemmt, der Fahrer starb noch am Unfallort.

Durch die Kollision mit der Bahn wurde der Fiat außerdem gegen einen VW-Bus geschleudert. Auch sprang die Bahn aus dem Gleis, schlitterte in einer Linkskurve noch 25 Meter weiter, bevor sie am Rand des Bürgersteigs durch den Zusammenprall mit einem Lkw zum Stehen kam.

Die wahrscheinlichste Erklärung für den Unfall ist laut Polizei, dass der Fiatfahrer bei Rot gefahren ist. Eine andere Erklärung wollte die Polizei aber nicht ausschließen: Der Fiat könnte durch einen Rückstau auf der Kreuzung gestanden haben, als die Straßenbahn kam. Zeugen sagten allerdings aus, dass die Ampel auf der Oberbilker Allee beim Zusammenstoß Grün gezeigt haben soll - und demzufolge auf der Kölner Straße Rot gewesen sein muss.

Zu den Verletzten in der Straßenbahn zählen ein 73-jähriger Mann, zwei junge Frauen und ein einjähriges Kind, außerdem der Fahrer. Eine weitere Autofahrerin, die durch schnelles Reagieren nicht in den Unfall verwickelt wurde, erlitt einen Schock.

Die Räumung der Unfallstelle dauerte bis 17.30 Uhr, der Verkehr wurde umgeleitet. Viele Nachbarn beobachteten die Bergung der Bahn. Eine Frau erzählte, ihr Mann habe den Unfall gesehen, als er den Hund ausführte: "Er sitzt zu Hause und ist fix und fertig."