1. NRW
  2. Düsseldorf

Ausschreitungen und Verletzte bei Dügida-Demo

Ausschreitungen und Verletzte bei Dügida-Demo

Teilnehmer der Anti-Islam-Bewegung und Gegendemonstranten trafen im Hauptbahnhof aufeinander.

Düsseldorf. Die Teilnehmerzahl bei der Dügida-Demo wird von Woche zu Woche kleiner, der Aufwand für die Polizei aber bleibt groß. Ein Teil der etwa 70 Anhänger des Pegida-Ablegers lieferte sich nach Ende der Kundgebung gegen 22 Uhr am Montagabend im Hauptbahnhof Schlägereien mit Gegendemonstranten. Es kam zu tumultartigen Szenen, mehrere Personen wurden verletzt. Die Beteiligten leisteten zudem Widerstand gegen die einschreitenden Polizeibeamten. Diese stellten Strafanzeigen.

Bereits im Verlauf der Demo hatten laut Polizei 200 von insgesamt rund 600 Gegendemonstranten versucht, Straßensperren der Einsatzkräfte zu durchbrechen. Dies verhinderte die Polizei durch den Einsatz von Pfefferspray. Eine Person wurde festgenommen, da sie präparierte Handschuhe mit sich führte. Sieben Personen schloss die Polizei wegen übermäßigen Alkoholkonsums von der Demo aus. Vereinzelt kam es zu Eier- und Flaschenwürfen in Richtung des Dügida-Aufzugs. Verletzt wurde niemand. Auch hier stellte die Polizei mehrfach Strafanzeige.

Rund um die Demo kam es wieder zu Verkehrsbehinderungen. Die Beamten mussten ein paar „Sitzblockierer“ des Gegenbündnisses von der Straße tragen. Betroffen waren wieder viele Fahrgäste der Rheinbahn, weil einige Linien nicht über den Hauptbahnhof fahren konnten. Insgesamt aber war die Verkehrslage in der City entspannter als an den Montagen zuvor.

Unterdessen setzt das Anti-Dügida-Bündnis im Stadtbild weitere Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit. Am Rathaus und neun weiteren Stellen in der Stadt sind Banner mit der Aufschrift „Humanität, Respekt, Vielfalt“ aufgehängt worden, weitere sollen folgen. Allerdings ist eins davon am Aquazoo am Wochenende von Unbekannten zerstört worden.