Audi-Bande wollte erneut Geldautomaten sprengen

Audi-Bande wollte erneut Geldautomaten sprengen

Nebelanlage vertrieb die Täter am Mittwochmorgen an der Kalkumer Straße. Sie flüchteten diesmal ohne Beute.

Zum zweiten Mal innerhalb eines Monats schlug offenbar die Audi-Bande wieder an der Kalkumer Straße in Unterrath zu. Diesmal hatten es die Täter nach Angaben der Polizei auf einen Geldautomaten der Deutschen Bank abgesehen. Doch der war durch eine Nebelanlage gesichert, es kam nicht zu einer Sprengung. Daraufhin flüchteten die Gangster ohne Beute. Eine Großfahndung verlief ergebnislos.

Gegen 3.30 Uhr hatte ein Anwohner die Polizei alarmiert. Er hatte zwei maskierte Männer beobachtet, die in den Vorraum der Bank eingedrungen waren. Als das Duo versuchte, den Geldautomaten aufzubrechen, um ihn anschließend zu sprengen, wurde die Nebelschutzanlage ausgelöst. Damit hatten die Täter offenbar nicht gerechnet. Weil sie nichts mehr sehen konnten, brachen sie die Aktion ab.

Die Männer flüchteten daraufhin zu einem abgestellten Audi, in dem sich möglicherweise noch ein Komplize befand, und fuhren mit hoher Geschwindigkeit über die Ulmenstraße und Johannstraße in Richtung Theodor-Heuss-Brücke. Am Tatort sicherte die Kripo Gasflaschen und weitere Hilfsmittel, die benutzt werden sollten, um den Automat in die Luft zu jagen.

Die beiden Tatverdächtigen sind etwa 1,80 bis 1,90 Meter groß und schlank. Sie hatten dunkle Skimasken aufgezogen und waren mit Overalls bekleidet. Das Duo flüchtete in einem dunklen Audi Coupé, an dem die polnischen Kennzeichen „PSE 13338“ angebracht waren. Nach jetzigem Kenntnisstand gehören die Kennzeichen an einen anderen Pkw.

Am 11. Juli hatten die Gangster mehr Erfolg. Aus dem Geldautomaten der Commerzbank an der Kalkumer Straße erbeuteten sie mehrere tausend Euro. In beiden Fällen ist vermutlich die so genannte Audi-Bande für die Taten verantwortlich, die von den Niederlanden aus operiert.

Warum die Bande in so kurzer Zeit wieder an der Kalkumer Straße zugeschlagen hat, kann man nur vermuten. „Die Täter suchen sich Tatorte aus mit guter Verkehrsanbindung“, sagt Polizeisprecher Marcel Fiebig. Von Unterrath aus sei man schnell auf der Autobahn, die in Richtung Essen oder in die Niederlande führt.

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