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App führt Kinder durch den Düsseldorfer Aquazoo

Diskussionsveranstaltung : App führt Kinder durch den Aquazoo

Bestimmte Aquariumsbewohner suchen – oder einfach mal innehalten. Mit der App nehmen die Kinder den Aquazoo bewusster wahr.

Im Aquazoo gibt es jede Menge zu entdecken. Aber kriegen die Besucher auch alles mit? Damit vor allem die Jüngeren intensiver in die Themen und Infos rund um Fisch und Wassertiere einsteigen können, gibt es seit Mitte Mai einen Rundgang per App. Wir haben ihn einmal ausprobiert – oder ausprobieren lassen.

Über die kostenlose App „Biparcours“, einer Anwendung zur Gestaltung digitaler Lernangebote und zur Erschließung außerschulischer Lernorte, kann der Aquazoo-Rundgang gefunden und heruntergeladen werden. Unterstützt wird der App-Rundgang vom Ministerium für Schule und Bildung in NRW, dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe und Rheinland und vom Bildungspartner NRW. Mit 24 Stationen, 16 Fragen und neun Aufgaben führt das Maskottchen „Schlammspringer Fred“ Kinder im Schulalter durch die Ausstellung.

Anna hat den Aquazoo mit der App genauer wahrgenommen

Anna ist zehn Jahre alt und hat die App einmal ausprobiert. Sie findet, dass sie durch die App den Aquazoo viel genauer wahrgenommen hat. Etwa durch die Fotoaufgaben. Die Nutzer werden immer wieder aufgefordert, ein bestimmtes Tier im Aquarium zu suchen und ein Foto zu schießen. „Ich stand ein bisschen länger davor, bis ich zum Beispiel die Krake gefunden habe“, sagt Anna. Denn die hatte sich hinter einem Felsen versteckt. Ohne Aufgabe in der App, wäre Anna vielleicht einfach weitergegangen, vermutet sie.

Außerdem bringt die App die jungen Besucher dazu, auch mal länger vor den Infotafeln zu stehen und genau zu lesen. Denn in den Quiz-Aufgaben wird immer wieder Wissen abgefragt, das man im jeweiligen Raum findet. Bei den Hinweisen zu den Räumen, muss man allerdings aufpassen – so Annas Erfahrung. Am Anfang der Aufgabe wird auf den Raum hingewiesen, um den es sich drehen soll. „Manchmal habe ich das ein bisschen verpasst und war dann schon im falschen Raum“, sagt Anna. Die Infos für die Aufgaben habe man da natürlich schwer finden können.

Doch nicht nur Quiz- und Fotoaufgaben gibt es im App-Rundgang. Immer wieder wird man einfach zum Gucken und Beobachten aufgefordert. Mal heißt es, man solle auf allen Vieren kriechen wie ein Urlurch – oder treppab, wenn es wieder zu den Tieren geht, die unter Wasser leben, mal ausprobieren, wie lange man die Luft anhalten kann, denn auch manche Tiere, die sich von Land- zu Wasserbewohnern entwickelt haben, haben schon Lungen und müssen die Luft anhalten. „So hat man da natürlich mehr drauf geachtet“, sagt Anna.

Auch die Quizfragen sind abwechslungsreich gestaltet

Aber auch die Quizaufgaben sind sehr abwechslungsreich gestaltet. Mal gibt es klare Antworten zum Eintippen, mal muss man aus einer Auswahl ankreuzen – aber auch schätzen oder verschiedene Begriffe in die richtige Reihenfolge bringen. Wer richtig antwortet – oder beim Schätzen nah dran ist – wird mit Punkten im virtuellen Sparschwein belohnt.

 Angekündigt ist, dass der Rundgang etwa 90 Minuten dauern soll – nach Annas Erfahrung eine realistische Einschätzung. Am Ende gibt es eine Zusammenfassung: Wie viele Punkte hat man geholt, wie lange hat man gebraucht, wie viele Orte hat man gefunden und wie viele Bilder hochgeladen?

Anna ist am Ende zufrieden mit dem Smartphone-Rundgang. Sie hat auch schon vorher den Aquazoo besucht – ohne App. Jetzt findet sie, hat sie die Ausstellung bewusster wahrgenommen. „Mir hat die App gut gefallen. Ich würde den Rundgang weiterempfehlen“, sagt die Zehnjährige.

Die App „Biparcours“ kann man kostenlos im App- oder Google-Play-Store herunterladen. Innerhalb der App kann man dann nach der Aquazoo-Tour suchen oder einen QR-Code abfotografieren. Die Daten des Rundgangs können auch zuhause heruntergeladen werden, um mobile Daten einzusparen.

Mehr Infos im Netz unter:

www.duesseldorf.de/aquazoo.html