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Anbau für zentrale Klinik in Düsseldorf kostet zehn Millionen Euro

Kliniken : Marienhospital will mit Anbau den Anschluss schaffen

Das Marienhospital in Pempelfort bekommt einen Anbau. Gleich rechts neben dem Haupteingang zur Rochusstraße hin und verbunden mit dem bestehenden Bettenhaus entsteht bis Frühjahr 2022 ein siebengeschossiger Erweiterungsbau.

Architektonisch schlicht, „kein bauliches Statement“ wie Martin Meyer der Geschäftsführer des Hauses im Verbund katholischer Kliniken Düsseldorf VKKD) einräumt. Sondern eine schlichte Fortführung des rot-braunen Klinkerstils, freilich mit größeren Fenstern. Aber für Prestigebauten taugt die verlustreiche Corona-Zeit auch nicht. Zehn Millionen Euro investiert der VKKD.

Für das Marienhospital geht es vor allem darum, den Anschluss an gängige Standards zu schaffen. Das aus den 60er und 70er-Jahren stammende Haus „hat einen Nachholbedarf“, gibt Meyer zu. Und meint damit zum Beispiel den Umstand, dass es immer noch Vierbett-Zimmer gibt, wenn auch in Räumen, in denen früher sogar sechs Patienten lagen. Der Anbau soll keine zusätzlichen Betten, sondern Entlastung schaffen, sodass zukünftig Drei-Bett-Zimmer das Äußerste sind, wobei man auch die möglichst reduzieren will.

Im „Anbau West“ mit einer Grundfläche von 2077 Quadratmetern werden insgesamt 42 Ein- und Zwei-Bett-Patientenzimmer unterkommen, außerdem Besprechungs- und Sanitärräume, eine Cafeteria-Erweiterung sowie eine Isolierstation der Onkologie (Krebserkrankungen) mit bis zu zwölf Betten, die seit jeher einen medizinischen Schwerpunkt im Marienhospital bildet. Eventuell werden im Anbau auch noch speziell Zimmer für Schlaganfall-Patienten („Stroke Unit“)  eingerichtet.

Saniert und modernisiert werden auch Anschlussstationen im alten Trakt. Im 6. Stock die onkologische Station, in Etage 3 die Frauenheilkunde, in der „1“ die Neurologie, im Erdgeschoss die „Wahlleistungsebene“ für Selbstzahler. Bis Ende 2022 entsteht im Untergeschoss des Altbaus eine große Zentralapotheke für die VKKD-Häuser.

Dass alle Baumaßnahmen der besseren Patientenversorgung und  Arbeitsbedingungen der Mitarbeiter dienen, ist Pflegedienstleiter Rüdiger Schroer besonders wichtig: „In einem schönen Ambiente erholt und und arbeitet es sich leichter“, sagt er. Das alte Stationszimmer etwa, wo lange Zeit in Krankenhäsuers so ziemlich alles stattfand, sei für heutige (Dokumentations-)Anforderungen zu klein. Schroer: „Bald haben die Pflegenden einen größeren Handlungsradius im Marienhospital.“