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Ammoniak-Alarm an der Rheinoper

Ammoniak-Alarm an der Rheinoper

Feuerwehr: Fünf Liter des Lösungsmittels liefen aus, die Heine-Allee wurde gesperrt.

Düsseldorf. Ein Fünf-Liter-Kanister voll Ammoniak hat gestern Morgen zu einem Großeinsatz der Feuerwehr auf der Opern-Baustelle geführt.

Ein Bauarbeiter hatte den Kanister gegen 9 Uhr an einer Entsorgungsstelle im Baustellenbereich entdeckt. Dort wird normalerweise der Abfall und Bauschutt gesammelt, bevor er abtransportiert wird. Der Arbeiter bemerkte einen stechenden Geruch. Momente später bekam er starke Atembeschwerden und brennende Augen.

Der Notarzt wies ihn sofort in ein Krankenhaus ein. Auch drei weitere Arbeiter, die Bauschutt abgeladen hatten, zeigten ähnliche Symptome und wurden in eine Klinik gebracht.

Die Feuerwehr sperrte den Bereich um die Oper sofort weiträumig ab. Die Heine-Allee war von 9.55 bis nach 14 Uhr zwischen Theodor-Körner Straße und Maximilian-Weyhe-Allee auf der Opernseite komplett gesperrt. Es kam zu langen Staus und Behinderungen im Straßenbahnverkehr.

Die Feuerwehrleute näherten sich in Spezialanzügen dem Kanister. Messungen zeigten, dass es sich um Ammoniak handelte. Der Boden rund um den Entsorgungscontainer, Bauschutt und einige Mülltonnen waren kontaminiert. Alles musste in gasdichte Überfässer verpackt werden - es wird jetzt fachgerecht entsorgt.

Verwirrung herrscht noch über die Herkunft des Kanisters. Die Bauleitung versichert, nie Ammoniak auf der Baustelle benutzt zu haben. Der nicht gekennzeichnete Kanister war auch mutwillig geöffnet und der Inhalt verschüttet worden. Die Kriminalpolizei hat jetzt die Ermittlungen aufgenommen.