Heinrich-Heine-Allee: Altstadt: Islamischer Staat wollte mit zehn Terroristen angreifen

Heinrich-Heine-Allee : Altstadt: Islamischer Staat wollte mit zehn Terroristen angreifen

Düsseldorf. IS-Terroristen wollten die Düsseldorfer Altstadt offenbar mit zehn Terroristen angreifen. Das berichtet Spiegel Online am Freitag.

Ein Sprecher der Bundesanwaltschaft bestätigte dies auf Anfrage nicht. Der Zugriff erfolgte laut dem Bericht am Donnerstag, weil einer der Verdächtigen nach Südeuropa reisen wollte. Die Sicherheitsbehörden hätten befürchtet, er könne aus dem Visier der Ermittler geraten oder weitere Kämpfer nach Deutschland holen. Auch für diese Angaben gab es keine Bestätigung.

Zwei der terrorverdächtigen Syrer sitzen derweil in Untersuchungshaft. Es handele sich um die 31 und 25 Jahre alten Männer, die in Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen gefasst wurden, sagte ein Sprecher der Bundesanwaltschaft auf Anfrage.

Sie seien noch am Vortag in Karlsruhe dem Haftrichter vorgeführt worden. Der dritte Beschuldigte sei im Laufe des Vormittags an der Reihe. Der Mann, der heute 28 Jahre alt wurde, war nach dpa-Informationen in einer Flüchtlingsunterkunft im brandenburgischen Oderbruch gefasst worden.

Weitere Einzelheiten zu den Verdächtigen werden noch heute erwartet. Möglicherweise lebten alle drei Terrorverdächtigen in Flüchtlingsunterkünften.

Am Donnerstag hatte die Polizei drei Syrer in Deutschland festgenommen, die zu einer Schläferzelle gehört haben, die zu einem unbekannten Zeitpunkt in der Altstadt zuschlagen wollten. Ein vierter Attentäter sitzt in Frankreich in Haft und hatte das Trio verraten. Laut Innenminister Ralf Jäger wollten die Terroristen der selbsternannten Terrororganisation „Islamischer Staat“ im sogenannten Mumbai-Style angreifen: Zwei Selbstmordattentäter sollten sich mit Sprengstoffwesten selbst und möglichst viele Menschen töten, weitere Terroristen sollten mit Gewehren in die Menge feuern

Die Pläne zum Angriff an der Heinrich-Heine-Allee und der angrenzenden Altstadt waren aber noch nicht sehr ausgereift, hieß es auf einer Pressekonferenz. „Gut, dass die Informationen so schnell kamen“, sagte Innenminister Jäger. Bereits 2014 habe die Führungsebene des selbsternannten „Islamischen Staats“ den Auftrag gegeben, einen Terroranschlag in Düsseldorf zu verüben.

Für die Tat waren die Syrer Saleh A. und Hamza C. im Mai 2014 in die Türkei gereist, rund ein Jahr später reisten sie über die sogenannte Balkanroute nach Deutschland. Dort schlossen sie sich mit Mahood B. und dem Sprengstoffexperten Abd Arahman A.K. zusammen, der bereits seit Oktober 2014 in Deutschland lebte.

Trotz der Festnahme ist die Gefährdungslage laut Bundesinnenministerium „unverändert hoch“. (mit Material von dpa)