Alpakas in Düsseldorf - Ziemlich flauschige Freunde

Kalkumer Tierwelt : Alpakas in Düsseldorf - Ziemlich flauschige Freunde

Michaela und Detlef Maluche haben ein besonderes Hobby. Sie halten eine Alpaka-Herde. Wer will, kann die Tiere in Düsseldorf-Kalkum besuchen, mit ihnen spazierengehen und eine Runde kuscheln.

Düsseldorf. Sie heißen Sunshine, Tuna und Valerio. Und sie sind vor allem eines: ganz schön flauschig. Die drei Alpakas gehören zur dreizehn Tiere starken Herde von Michaela und Detlef Maluche. Sie sind das große Hobby und die Leidenschaft der Beiden.

Nach getaner Arbeit, er ist Oralchirurg und sie Marketingspezialistin, geht es für das Paar mehrere Stunden täglich nach Kalkum zu ihren Lieblingen auf die Weide. Zu tun ist immer etwas. Dort wohnen die Alpakas nämlich in der Nähe des Schlosses und sind die Attraktion für Anwohner und Besucher. „Viele bleiben stehen und gucken eine Weile. Es ist aber auch einfach entspannend, den Tieren zuzusehen. Das ist Erholung pur“, sagt Michaela Maluche.

Die Rheinland-Alpakas, so lautet der Name der Herde, leben auf einer großen Wiese, auf der sie nicht nur grasen, sondern sich auch richtig austoben können. Ein Unterstand auf dem Gelände bietet Schutz bei ungemütlichen Wetter. Harte Umweltbedingungen sind die Alpakas aber von Natur aus gewöhnt, denn die ursprünglich aus den Anden stammenden Tiere leben normalerweise in einer Höhe von bis zu 4500 Metern.

Damit sich die Weide regenerieren kann, haben die dreizehn Paarhufer sogar einen zweiten Wohnsitz etwas südlich in Lohausen.

Sich um die Herde und die Weiden zu kümmern, ist für das Ehepaar wie ein zweiter Fulltime-Job. Wie Arbeit fühlt es sich jedoch nie an. „Wir bekommen jedes Mal gute Laune und unser Herz geht auf, wenn wir die Truppe sehen. Das sind Familienmitglieder für uns“, betont Michaela Maluche.

Der „flauschige“ Funke sprang bei ihr und ihrem Mann während eines Urlaubs in Südtirol über. Sie besuchten aus Neugierde einen Züchter für Lamas und Alpakas. „Die Tiere liefen an uns vorbei. Sie waren so schwerelos und grazil“, schwärmt Michaela Maluche. Auf der Rückfahrt überredete die Pferdebesitzerin ihren Ehemann zu einem neuen Haustier. „Sie hat gesagt: Schatz, wollen wir uns ein Alpaka kaufen? Und ich hab Ja gesagt“, erinnert sich Detlef Maluche und lacht. Zwei Jahre später, nach einigen Lehrgängen und Prüfungen war es dann soweit, die Stuten Tuna und Quimbaya siedelten 2011 aus Südtirol zu den Maluches um.

Das Ehepaar bietet verschiedene Aktivitäten mit den Alpakas an. Besucher können mit ihnen spazieren gehen, Wissenswertes über sie lernen und auch eine Patenschaft übernehmen.

Detlef und Michaela Maluche ist es wichtig, ihre Alpaka-Freude mit Interessierten zu teilen. „Wir wollen an unseren Tieren kein Geld verdienen. Eine kleine Einnahmequelle sind die Aktivitäten und der Verkauf von Vlies. Damit finanzieren wir beispielsweise die Tierarztkosten. Den größten Teil der Kosten stemmen wir durch unsere Jobs“, betont Detlef Maluche.

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