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Allwetterbad: Beirat gibt grünes Licht für Umbau

Allwetterbad: Beirat gibt grünes Licht für Umbau

Ratsbeschluss für eine neue Wettkampfstätte steht bevor. Sie böte auch Platz für die Öffentlichkeit, Vereine und Boxer.

Düsseldorf. Der Umbau des Allwetterbades in Flingern steht offenbar vor dem Durchbruch. Und davon sollen nicht nur die Leistungssportler, sondern auch Vereine und Freizeitschwimmer profitieren.

Vor wenigen Tagen haben sowohl der Aufsichtsrat als auch der Bäderbeirat grünes Licht für das Projekt gegeben - vorbehaltlich der Finanzierbarkeit -, wie der Aufsichtsratsvorsitzende Peter Schwabe der WZ sagte.

Als einen wichtigen Teil der Finanzierung des Projekts mit einem Volumen von knapp zwölf Millionen Euro bezeichnete er den Verkauf des benachbarten Geländes an die Stadtwerke, der noch aussteht und eine Summe im hohen sechsstelligen Bereich bringen könnte, wie es aus dem Beirat heißt. Schwabes Fazit: "Ich bin guten Mutes." Allerdings glaubt er nicht mehr an einen Baustart im kommenden Jahr.

Darum geht es: Das Hallenbad mit Zeltdach wird in eine moderne Schwimmhalle umgebaut, in der 1.600 bis 2.000 Zuschauer Platz finden, und in der damit Deutsche Meisterschaften ausgetragen werden können.

Da die Tribünen mobil sind, entstünde viel zusätzlicher Raum: für zwei zusätzliche Sporthallen oder Gymnastikräume und den Boxring, der zurzeit noch in einem baufälligen Gebäude in unmittelbarer Nachbarschaft untergebracht ist. Dazu käme ein neues 25-Meter-Becken, um den Anforderungen des Deutschen Schwimm-Verbandes zu entsprechen.

Beiratsmitglied Wolfgang Scheffler (Grüne) erläutert die geplante Nutzung. Das große Becken solle vor allem dem Leistungssport dienen, das kleine könnte Vereinen, Schulen und der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen, wenn keine Wettkämpfe stattfinden.

Scheffler sieht nur Vorteile in dem Projekt: "Eine solche Wettkampfstätte fehlt zurzeit in ganz Nordrhein-Westfalen. Außerdem entsteht ein neues Bad für Freizeitschwimmer." Der ebenfalls in Flingern gelegene Düsselstrand als Spaßbad sei für sportliche Schwimmer keine Alternative.

Weil das Land Interesse an dem Projekt habe, stehe zudem eine überdurchschnittliche Förderung von knapp zweiMillionen Euro in Aussicht. Dazu kämen die Einnahmen aus dem Grundstücksverkauf. Schefflers Fazit: "Das ist ein gutes Konzept, alle Fraktionen stehen dahinter."

Zustimmung findet der Plan auch im nahe gelegenen Gerresheim, das über kein Schwimmbad mehr verfügt. Laut Bezirksvorsteher Hanno Bremer fahren viele Menschen aus dem Stadtteil nach Flingern: "Wir brauchen dort ein tolles Schwimmbad, der Ausbau ist gut für uns."

Bäderchef Rüdiger Steinmetz wartet nach eigener Aussage "händeringend" auf einen politischen Beschluss für das Projekt. Die Maßnahme sei überfällig.

Eine gewisse Eile entsteht auch durch das inzwischen marode Zeltdach das Hallenbades, auf dem sich an verschiedenen Stellen große Mengen Regenwasser sammeln.

Laut Scheffler wird das früher oder später die Stabilität des Daches vermindern, die Stadt denkt derzeit darüber nach, Wasserpumpen dort einzusetzen. Steinmetz bestätigt: Ein solches Dach hat eine Lebensdauer von 15 bis 20 Jahren." Im Moment ist es 17 Jahre alt.