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Alloheim-Neuröffnung in Düsseldorf-Gerresheim

Senioren in Düsseldorf : Senioren-Residenz eröffnet

Mitten im Lockdown hat in Gerresheim eine neue Senioren-Einrichtung der Alloheim-Gruppe eröffnet.

Wenn die Menschen in einer Stadt dazu angehalten werden, zu Hause zu bleiben, Kontakte auf ein Minimum zu beschränken, erscheint das nicht unbedingt der ideale Zeitpunkt zu sein, mit etwas ganz Neuem zu beginnen. Das sieht die Alloheim-Gruppe mit bundesweit rund 225 Einrichtungen offenbar anders. Denn an der Cottbusser Straße im Gerresheimer Neubaugebiet Quellenbusch hat jetzt eine weitere Senioren-Residenz mit 80 Plätzen eröffnet. Ursprünglich hat das DRK den Bau veranlasst, dann dem Anschein nach aber die Lust an dem Projekt verloren, Alloheim sprang als Pächter ein. Noch liegt der Komplex an einer unfertigen Baustraße, die ersten 23 Bewohner sind aber schon eingezogen.

Gabriele Makola ist die neue Leiterin, sie stellt sich den Herausforderungen der sich ständig ändernden Corona-Schutzverordnung: „Eine Verschiebung der Eröffnung war nie im Gespräch. Corona ändert auch nichts an der Notwendigkeit einer stationären Einrichtung. Wenn die Versorgung älterer Menschen zu Hause nicht mehr sichergestellt ist, sind wir die richtige Anlaufstelle.“ Und das Potenzial sei in einem wachsenden Stadtteil wie Gerresheim groß – zumal auch die Betreuung Demenzerkrankter sichergestellt ist und es Kurzzeitpflegeplätze gibt.

Der Raum, der mittelfristig für einen Friseur vorgesehen ist, wurde erst einmal zum Testzentrum zweckentfremdet. Neuankömmlinge werden natürlich willkommen geheißen, müssen nach dem Bezug ihres neuen Zimmers – trotz negativem PCR-Test – aber vorsichtshalber erst einmal für sechs Tage in Quarantäne und dürfen entsprechend auch nicht an Gruppenaktivitäten teilnehmen.

„Die Integration der Bewohner in die Gruppenangebote erfolgt dann unter Beibehaltung enger Testintervalle sukzessive“, sagt Makola. Ein Mehrzahl der neuen Bewohner hätte bereits ebenso wie die Mitarbeiter die zweite Impfung erhalten, dennoch bleibe Vorsicht oberstes Gebot. Das neue Alloheim-Haus mit drei Wohnbereichen soll behutsam wachsen, auch wenn nahezu täglich Neuzugänge einziehen würden.

In Erwartung einer bald schon mehr als die Hälfte belegten Einrichtung würden bereits jetzt mehr Mitarbeiter eingestellt als momentan eigentlich notwendig wären, weitere Fach- und Hilfskräfte würden dringend gesucht. „Aus diesem Grund haben wir auch schon Ende vergangenen Jahres damit begonnen, einzustellen und die neuen Mitarbeiter auf andere Häuser der Alloheim-Gruppe verteilt, bis es hier am 1. Februar richtig losging“, berichtet Makola. Die Alloheim-Residenz könnte dann in normalen Zeiten zu einer Art Treffpunkt für die Menschen im Quartier werden, die großzügig gestaltete Cafeteria mit Sonnenterrasse würde sich dafür jedenfalls anbieten.

Was Gabriele Makola ein besonderes Anliegen ist: Trotz Pandemie und Lockdown würden die Bewohner nicht alleingelassen: „Wir haben ein durchdachtes Besuchskonzept, es wird zumindest in kleinen Gruppen zusammen gegessen, es wird gebastelt, es gibt Spiele-Nachmittage und Wellness-Angebote, Eins-zu-Eins-Spaziergänge, und natürlich gehen wir auch individuell auf die Wünsche der Bewohner ein.“ Das Essen spiele eine große Rolle, weil bei Alloheim auf Catering verzichtet und selbst gekocht wird – und die Bewohner dabei durchaus auch selbst mit anpacken können und sollen.

Eine offizielle Eröffnungsfeier gab es bislang nicht, „aber das werden wir in Kombination mit einem Tag der offenen Tür nachholen, wenn die Inzidenzwerte es zulassen“, verspricht Leiterin Gabriele Makola.

Info Alloheim Senioren-Residenz „Am Quellenbusch“, Cottbusser Straße 120, Kontakt unter der Telefonnummer 0211/5420-4000.

alloheim.de