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Alles geregelt? Vorsorge-Ordner soll helfen

Alles geregelt? Vorsorge-Ordner soll helfen

Organisationen haben einen Ordner entwickelt mit allen wichtigen Dokumenten.

Viele Menschen haben gute Vorsätze, wie im neuen Jahr mehr Sport zu treiben, mit dem Rauchen aufzuhören oder weniger Ungesundes zu essen. Eher weniger Menschen dürften sich für 2018 vorgenommen haben, endlich „Vorsorge“ zu treffen, d.h. Vollmachten festzulegen, eine Patientenverfügung auszufüllen und sich über ihr Lebensende Gedanken zu machen. Dabei ist auch das wichtig, denn es entlastet die Angehörigen enorm. Und der eigene Tod ist schließlich unausweichlich.

Die Bürgerstiftung Gerricus, die evangelische Stiftung Gerresheim Gemeinsam und die Ökumenische Hospizgruppe Gerresheim machen es den Menschen im Düsseldorfer Osten nun leicht, den unangenehmen Gedanken an die Endlichkeit des irdischen Lebens zuzulassen. Unter dem Titel „Alles geregelt?!“ haben sie einen Vorsorgeordner entworfen und bestückt, der alle wichtigen Dokumente und Informationen für den Krankheits- und Todesfall enthält.

„Wir haben festgestellt, dass viele Menschen verunsichert sind, welche Vordrucke die besten und wo sie außerhalb des Internets erhältlich sind“, sagt Barbara Krug, die sich als Mitarbeiterin des Palliativ Care Teams Düsseldorf auch beruflich mit dem Thema auskennt. Was das Besondere an dem Gerresheimer Vorsorgeordner ist, weiß Inge Müller, Vorsitzende der Ökumenischen Hospizgruppe Gerresheim: „Neben den üblichen Vordrucken, die wir aus dem Dschungel der Angebote ausgesucht haben, enthält der Ordner auch zwei Kapitel zu Fragen, die beim Bestatter und bei der Gestaltung der Abschiedszeremonie auftauchen.“ Anke Paulus-Koschik, Vorstandsvorsitzende der evangelischen Stiftung Gerresheim Gemeinsam weist aber auch darauf hin, dass der Vorsorgeordner „natürlich nicht die persönliche Beratung durch Fachpersonen ersetzen kann und will“. Kontak unter buergerstiftung-gerricus.de, gerresheim-gemeinsame.de und www.hospiz-gerresheim.de.