Albrecht-Dürer-Berufskolleg ist fast fertig

Albrecht-Dürer-Berufskolleg ist fast fertig

1500 Schüler fahren ab August täglich nach Benrath ins Albrecht-Dürer-Berufskolleg. Der aufwendige Neubau kostet 69 Millionen Euro.

Düsseldorf. Das Paulsmühlenviertel in Benrath hat bald eine Großbaustelle weniger: Das Albrecht-Dürer-Berufskolleg ist so gut wie fertig. Das Gebäude steht, innen sind noch die Handwerker zugange. Zum neuen Schuljahr im August sollen hier täglich 1500 Schüler ein- und ausgehen. Insgesamt 4700 Schüler besuchen das Kolleg an unterschiedlichen Tagen. Der Neubau ist das derzeit aufwendigste Projekt in der Düsseldorfer Schullandschaft.

69 Millionen Euro investiert die Stadt, die Stadttochter Industrieterrains Düsseldorf-Reisholz IDR hat den Bau in den letzten 18 Monaten umgesetzt — unter anderem mit hohen Decken, viel Glas, offenen Bereichen. Das Innenleben mit Fernwärme und Glasfaserkabeln soll den neuesten Standards entsprechen. 75 Fachräume, unter anderem Küchen und Labors, erhalten mit dem neuen Gebäude auch eine neue Ausstattung. Einziehen werden unter anderem 450 Notebooks und 200 Whiteboards sowie mehrere Ipads.

Die Einrichtung der Räume und der Umzug von den bisherigen Standorten erfolgt in den Sommerferien ab Mitte Juli. Die alten Gebäude des Kollegs am Fürstenwall, in der Pestalozzistraße und der Konkordia-Straße stehen dann für die nächsten Jahre für andere Schulen bereit, die während eigener Baumaßnahmen ein Ausweichquartier brauchen.

Des Weiteren sollen Vereine aus den südlichen Stadtteilen vom Neubau profitieren: Die neue Dreifach-Sporthalle steht auch ihnen zur Verfügung. Sie bietet Platz für 370 Zuschauer, ist damit auch für Veranstaltungen geeignet — solange sie außerhalb des Schulbetriebs stattfinden. Dieser endet in der Regel um 15 oder 17 Uhr. Der Stadtsportbund übernimmt die Organisation der Zeiten.

Mit der Schule steigt auch der Verkehr: Für 1500 Schülern täglich und 140 Lehrer stehen 249 Parkplätze in einer neuen Großgarage bereit. Mit Parkproblemen rechnet Schulleiter Jochen Schriever allerdings nicht. „Unsere Schul-Standorte liegen bislang in der Innenstadt, mit sehr wenig Parkplätzen. Die meisten Schüler fahren daher mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Beim Standort Benrath wird das nicht anders sein.“

Weiterhin in der Diskussion bleibt allerdings die zukünftige Verkehrsführung in dem Viertel. Mehrere Hundert Wohnungen entstehen in der Nachbarschaft, der Verkehr steigt in den nächsten Jahren deutlich an. Die Stadt sucht immer noch nach Lösungen, das Amt für Verkehrsmanagement beschäftigt sich aktuell mit dem Thema.

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