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Achenbach-Firmen: Rund 50 Millionen Euro Schulden

Achenbach-Firmen: Rund 50 Millionen Euro Schulden

Erste Bilanz nach Treffen der Gläubiger: 2700 Kunstwerke und zwei Oldtimer sollen versteigert werden. Monkey’s steht vor dem Ende.

Düsseldorf. Über einen Bestand von mehr als 2000 Kunstwerken verfügt die Achenbach Kunstberatung. „70 ausgewählte Werke davon werden wir im Rahmen einer Kunstauktion in London versteigern“, kündigte der Insolvenzverwalter an. Darunter sind auch Arbeiten von Immendorff und Gursky. Der Insolvenzverwalter war selbst schon in der britischen Metropole und hat sich dort Versteigerungen angesehen. Allein aus diesem Verkauf rechnet er mit einem Erlös von mindestens drei Millionen Euro.

Weitere 2000 Kunstwerke sollen vor allem auf dem nationalen Markt versteigert werden. Sie stammen meist von weniger bekannten Künstlern, die sich — so d’Avoine — „teilweise nicht so entwickelt haben, wie man es sich erhofft hat.“ Alle Objekte sollen katalogisiert und dann ins Internet gestellt werden. D’Avoine will aber auch nicht ausschließen, dass man bei der Versteigerung durchaus positive Überraschungen erleben kann. Im Lager befinden sich auch die beiden großen Affen-Figuren, die vor dem Monkey’s an der Königsallee standen. Die Immendorff-Figuren müssen allerdings erst ein bisschen aufgehübscht werden.

Eher düster sieht es für die drei Monkey’s Restaurants „East“, „South“ und „Room“ aus. Zurzeit gibt es nur noch einen Interessenten, der noch zwei Wochen Zeit hat, sich für eine Übernahme zu entscheiden. Danach wird der Insolvenzverwalter versuchen, die Inneneinrichtung meistbietend zu verkaufen.

Zwei echte Schätzchen konnte der Rechtsanwalt allerdings bei der State of the Art sicherstellen: einen Rolls Royce Phantom VI aus dem Jahr 1971 und einen Chrysler Allard Le Mans von 1952. Der Wert der Oldtimer soll deutlich im sechsstelligen Bereich liegen: „Ich rechne aber nicht damit, dass die internationale Auktion mehr als eine Million Euro pro Fahrzeug bringt.“ Nicht zur Insolvenz-Masse gehört der berühmte Beuys—Bentley. Den hat Helge Achenbach bereits verkauft, bevor die Firmen in Schräglage gerieten.