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500 Jahre Reformation: Die Protestanten haben Zulauf

500 Jahre Reformation: Die Protestanten haben Zulauf

Was die Evangelische Kirche in Düsseldorf in der zweiten Hälfte des Jubiläumsjahres alles veranstaltet.

Düsseldorf. Die Evangelische Kirche steckt mittendrin in ihrem ganz besonderen Jahr: 500 Jahre Reformation. Das wird seit Januar überall in den Gemeinden gefeiert; die größten Höhepunkte stehen den Gläubigen noch bevor. Superintendentin Henrike Tetz, Organisatorin Antje Rinecker und Pressesprecher Ulrich Erker-Sonnabend beantworten die wichtigsten Fragen.

„Derzeit treten immer mehr Menschen in die evangelische Kirche ein — besonders solche, die sonst mit Religion und Glauben wenig zu tun hatten“, sagt Ulrich Erker-Sonnabend. Das sei aber nicht speziell auf das Reformationsjahr zurückzuführen. „Sich zu einem Glauben zu bekennen, wird in der heutigen Zeit für viele immer wichtiger.“Auch die Veranstaltungen seien teils sehr gut besucht.

Statistiken führt die Evangelische Kirche nicht. „Aber es gibt Themen, die die Gläubigen besonders interessieren“, sagt Henrike Tetz. Dazu zählen die Frauen als Reformerinnen, die über Kindererziehung, aber auch in führenden Positionen in den letzten Jahrhunderten Luthers Gerdanken weitergetragen haben. Dazu zähle auch die Cranach-Ausstellung im Museum Kunstpalast mit theologischem Blick auf die Gemälde. Auch das gemeinsame Musizieren fand Anklang.

Einer der Höhepunkte steht vor der Tür: das Johannisfest am Samstag, 24. Juni, in und um die Johanniskirche am Martin-Luther Platz. Los geht es um 15 Uhr mit dem Musical „Mönsch Martin“ von Kindern für Kinder. Danach treten verschiedene Chöre auf, auch Mitsingen ist im Programm.

Der Reformationstag am Dienstag, 31. Oktober, wird besonders groß gefeiert, vormittags mit Gottesdiensten und am ab 19 Uhr mit einem Konzert in der Tonhalle. Rund 400 Sänger aus den Kantoreien präsentieren u.a. zwei Uraufführungen Düsseldorfer Künstler. Karten bei der Tonhalle.

Eine eigene Düsseldorfer Kirchenoper wird am 18. November um 18 Uhr uraufgeführt. „In Exitibus“ (auf Scheidewegen) wird in der Mutterhauskirche am Zeppenheimerweg 18 (Kaiserswerth) gezeigt.

„Bei den Festen bringen sich viele Gläubige direkt ein. Das gehört zum evangelischen Glauben dazu“, sagt Tetz. „Gemeinsam so den Glauben zu feiern, das stärkt; insbesondere, wenn man dabei mit Christen aus aller Welt und mit unterschiedlicher Ausrichtung zusammenkommt.“

evdus.de