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Düsseldorf: 40 Bands spielen an der Marathon-Strecke

Düsseldorf : 40 Bands spielen an der Marathon-Strecke

Musik soll Läufer anfeuern und für Stimmung sorgen. Zusätzliche Motivation vor dem Zieleinlauf. Kneipen stellen Strom zur Verfügung.

Düsseldorf. Während die einen schwitzen und sich über die 42,195 Kilometer lange Strecke beim Marathon quälen, werden die 400 000 erwarteten Besucher eine Party feiern. Das neue Musikkonzept „Rock die Strecke“ bietet mit mehr als 40 Bands ein neues Rahmenprogramm. Außerdem sollen Pop, Rock und rhythmische Trommelklänge die Athleten motivieren.

Es werden zahlreiche Samba-Gruppen, etliche Tambo-Corps entlang der Strecke erwatet. „Viele Firmen, Institutionen, Vereine und Familie haben den Marathon als festen Punkt in ihrem Jahresplan integriert, nutzen den Lauf als Firmenevent, als Partytime oder als Teambuildingmaßnahme“, meint Jan Winschermann, Renndirektor beim Marathon.

Die Idee entstand in einer großen Runde. „Wir haben einfach mal überlegt, wie man den Marathon noch attraktiver gestalten kann. Und da ist Musik doch sicherlich eine tolle Motivation. Aber die Toten Hosen haben wir leider nicht engagieren können. Dafür hatten wir dann doch nicht genügend Budget“, sagt Sprecher Tino Hermanns mit einem Grinsen im Gesicht.

Viele Bands spielen unplugged, andere brauchen allerdings Energie für ihre Musikinstrumente. „Viele Kneipen haben sich spontan bereiterklärt, uns den Strom kostenfrei zur Verfügung zu stellen. Bei anderen kommt der Strom aus den Kästen der Stadtwerke“, erklärt Hermanns.

Vor dem Schiff Ahoi in Oberkassel spielt die Band „Brixton Invites“, vor dem Pauls „Berrit & me“, vor dem Eisstadion spielen die „Zookanacken“. An der Jägerhof/Ecke Jacobistraße steht ein Bierwagen, ein Grill und hier spielen „szorglos“. Außerdem sind „Black Jack Stone“, „Kristel Mett“ „Noise control“ and „Nightmission“ mit dabei. „Die meisten Bands kennt man in Düsseldorf und Umgebung nicht. Gage bekommen sie für ihren Auftritt auch nicht. Aber das ist eine Win-Win-Situation. Wir sorgen für die Logistik, Sonnen- oder Regnschutz und die Bands können sich präsentieren.

Vielleicht läuft ja auch ein Musikproduzent mit und eine der Bands kommt noch groß raus“, meint Hermanns. Viele Bands werden gegen Ende der Strecke oder an Standorten spielen, an denen die Läufer zweimal vorbeikommen, wie etwa am Joseph-Beuys-Ufer oder auf der Oberkasseler Brücke. „So nach 30 Kilometer, wenn der Speicher langsam leer wird und man für die letzten Kilometer noch einmal motiviert werden muss, dann soll die Musik den Läufern Beine machen.“ Die genauen Spielorte und Namen der Bands werden in den nächsten Tagen auf folgender Internetseite veröffentlicht: metro-marathon.de