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15 Festnahmen bei Großrazzia im Bahnhofsviertel

15 Festnahmen bei Großrazzia im Bahnhofsviertel

Im Viertel rund um den Hauptbahnhof hat sich nach Erkenntnissen der Polizei eine Diebesszene festgesetzt. Mit 200 Beamten und einer Großrazzia ist die Polizei nun dagegen vorgegangen.

Düsseldorf. Bei einer Großrazzia haben am Dienstagabend mehr als 200 Polizisten zeitgleich mehrere Lokale rund um den Hauptbahnhof durchsucht. Dabei wurden laut Angaben der Polizei 15 Personen festgenommen. Personen, die im Verdacht stehen, Taschen- und Gepäckdiebstähle sowie Straßenraubdelikte und Einbrüche zu begehen, nutzten das Gebiet ums Bahnhofsviertel als Rückzugsraum.

Durch die Kontrollen will die Polizei Erkenntnisse über diese Personen und Strukturen sammeln, aber auch diese Rückzugsräume verkleinern und so den Druck erhöhen. An der Aktion waren neben der Polizei auch die Stadt mit mehreren Ämtern sowie der Zoll beteiligt.

Gegen 19.30 Uhr umstellten die Polizisten Lokale auf der Mintropstraße, der Scheurenstraße, der Luisenstraße, der Ellerstraße, der Linienstraße und der Lessingstraße. Mit Unterstützung unterschiedlicher Ämter der Stadt und des Zolls wurden vorwiegend Männer nordafrikanischer Abstammung identifiziert, durchsucht und ihr aufenthaltsrechtlicher Status geklärt. Hierbei wurden 15 Männer vorläufig festgenommen. Bei 14 von ihnen bestehe der Verdacht des illegalen Aufenthalts.

Bei einem 31-Jährigen, der bereits mit einem Haftbefehl zur Abschiebung gesucht worden war, fanden die Ermittler Drogen. Die Festnahmen richteten sich gegen Personen im Alter von 19 bis 59 Jahren. Bei allen besteht der Verdacht, dass sie sich illegal in Deutschland aufhalten. Es wurden zahlreiche ordnungsrechtliche Verstöße durch das Ordnungsamt festgestellt und Anzeigen gefertigt.

"Speziell im Bereich der Altstadt, aber auch im Bereich des Flughafens und in einigen Innenstadt-Hotels ist die Anzahl der Taschen- und Gepäckdiebstähle sowie der Straßenraubdelikte nach wie vor auf einem hohen Niveau", sagt der Einsatzleiter Roland Wolff. "Wir müssen auch dahin, wo die Täter sich aufhalten, vermeintlich sicher fühlen, ihre Taten verabreden und die gemachte Beute absetzen."

Aus diesem Grund werde es auch künftig solche Aktionen geben. Wolf: "Die Razzia hat uns eine Menge an Erkenntnissen zu handelnden Personen und örtlichen Strukturen gebracht."