Tollitäten im TV So war Düsseldorfs Prunksitzung im TV

Düsseldorf · Analyse Die große Prunksitzung des Comitee Düsseldorfer Carneval hat eine Stunde mehr Sendezeit als sonst bekommen. Für die Ausstrahlung des langen Programms hatte das viele Vorteile.

(anbu) Eine Stunde wurde dem Comitee Düsseldorfer Carneval (CC) geschenkt: Die Fernsehsitzung wurde am Samstagabend mit vollen drei Stunden, statt wie bisher zwei Stunden, ausgestrahlt. Die Aufzeichnung von „Düsseldorf Helau“ am 4. Januar hatte knapp viereinhalb Stunden gedauert. Mit einem einstimmigen Votum der Mitgliedsgesellschaften des Comitee hatten sie sich für mehr Sendezeit eingesetzt, diesen Wunsch erfüllte der WDR mit der XXL-Ausstrahlung. Zuvor hatte auch das Erste die Sitzung 23 Jahre lang ausgestrahlt. Die Langfassung entspreche dem „echten Sitzungserlebnis“ mehr, sagte Stefan Kleinehr, Vizepräsident des CC und Moderator der Sitzung.

Als Eisbrecher startete die Fernsehsitzung mit „Ne Hausmann“. Im TV wurden während seines Auftritts lachende Gäste eingeblendet, sein Programm wurde kaum gekürzt. Vor dem nächsten Programmpunkt wurde Oberbürgermeister Stephan Keller gezeigt, der aufwendig verkleidet als Jan Wellem gekommen war.

Von den Stühlen riss die Gäste schnell der Auftritt der Rhythmussportgruppe, bei „Bisschen Euphorisch“ zeigten die Kameras, wie der ganze Saal schunkelte. Dem Schnitt fiel ein Lied der Karnevalsband zum Opfer. Der fast 30-minütige Auftritt von Jürgen Hilger wurde stark gekürzt, dafür sah man einen lachenden Bürgermeister Josef Hinkel, der auf kleine Seitenhiebe mit Humor reagierte.

Die TV-Zuschauer sahen Gäste, die beim Auftritt der Swinging Funfares auf den Stühlen tanzten, auch die Auftritte von Alt Schuss, The Jolly Family und der Wimmer Band, die zum ersten Mal dabei waren, wurden ausgestrahlt. Viel Sendezeit bekam auch die beeindruckende Show der Tanzgarde der KakaJu. Für Unterhaltung sorgten „Der Sitzungspräsident“ Volker Weiniger, Achnes Kasulke, Dave Davis und Markus Krebs, bei dessen Auftritt einige derbe Witze rausgeschnitten wurden.

Zum großen Finale wurde der pompöse Einzug der Prinzengarden des Prinzenpaares Prinz Uwe I. und Venetia Melanie ausgiebig gezeigt, die mit ihrem Lied „Yippie Yeah und Hurra“ auch noch musikalisch zur Sitzung beitrugen. Hermes und Band performten zum Abschluss das Sessionslied „Wat et nit all jöwt...“. Die Überraschung, die sich das CC für den Moderator überlegt hatte, wurde in der Ausstrahlung allerdings gar nicht gezeigt. Kleinehr moderierte zum letzten Mal die Fernsehsitzung und wurde mit goldenen Luftballons und der Düsseldorf-Hymne „Do bes uns Heemot“ von Publikum und CC verabschiedet.

Bei der langen Version der Prunksitzung musste sonst keiner der Auftritte komplett rausgeschnitten werden und es wurden einige Eindrücke aus dem Publikum gezeigt. So konnten die Zuschauer vor dem Fernseher die Sitzung fast so erleben, wie die Gäste bei der Aufzeichnung.

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