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Serie Auf ein Plätzchen mit: „Die meisten tragen alles mit guter Disziplin und mit Hoffnung“

Serie Auf ein Plätzchen mit : „Die meisten tragen alles mit guter Disziplin und mit Hoffnung“

(kir) Zusammen einen Glühwein trinken und ein bisschen plaudern, das ist in diesem Jahr leider nicht möglich. Deshalb treffen wir in loser Folge mehr oder weniger bekannte Meerbuscher auf ein Plätzchen.

Heute: Pastor Michael Berning von der katholischen Kirchengemeinde Sankt Mauritius und Heilig Geist in Büderich.

Was genießen Sie im
Moment besonders?

Michael Berning: Ich finde es gut, einmal auf das Positive zu schauen, und nicht immer nur auf das Negative. Auch bei mir gibt es mehr Ruhe, die ich genieße. Ich habe einige Wanderungen unternommen, ich habe etwas mehr Zeit für Telefonate mit Gemeindemitgliedern und Freunden. Und: Endlich schaffe ich auch mal wieder ein gutes Buch! Vor meinem Kamin ist das ein echter Genuss.

Worauf freuen Sie sich?

Berning: Natürlich freue ich mich auf Weihnachten. Das ist ein so frohes Fest: Gott ist bei uns, er lässt uns nicht im Stich. Dies zu wissen, scheint mir in diesem Jahr besonders wichtig und tröstlich. Wie viele andere freue ich mich auf den Moment, in dem eine nette Krankenschwester mit einer Nadel in meinen Oberarm sticht. Dann wird gefeiert! Was wird nicht alles wieder möglich sein! Unbeschwertes Beisammensein mit so vielen anderen Menschen, die ich nun so lange nicht mehr gesehen habe. Unsere Kirchen werden hoffentlich dann wieder voller sein. Und: Vielleicht gibt es 2021 dann auch wieder ein Schützenfest in
Büderich!

Wie lautet ihr persönlicher Geheimtipp für Meerbusch?

Berning: Das Beste, was Meerbusch zu bieten hat, sind die Einwohner! Die meisten tragen alles mit guter Disziplin und auch mit Hoffnung. Aber auch sonst hat Meerbusch für mich viel zu bieten: Unsere Kirchen mit ihrer langen Tradition, unsere Gastronomie, die sich sehen lassen kann, der Rhein, der mich sehr geprägt hat, denn ich habe fast immer in seiner Nähe gewohnt: Neuss, Bonn, Düsseldorf, Emmerich, auch die Ortschaft, die etwa 40 Kilometer nördlich liegt und einen großen Dom hat, soll am Rhein
liegen.