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Fünf Bände Chorgeschichte sind aus dem Privatarchiv des Sängerkreises an das Wülfrather Stadtarchiv übergegangen: Die Historie des Sängerkreises seit 1884 dokumentiert

Fünf Bände Chorgeschichte sind aus dem Privatarchiv des Sängerkreises an das Wülfrather Stadtarchiv übergegangen : Die Historie des Sängerkreises seit 1884 dokumentiert

. Stadtarchivar Axel Bayer konnte sich am Mittwoch über ein ganz besonderes Geschenk freuen. Der Sängerkreis Wülfrath übergab gleich fünf dicke Chronikbücher an das Archiv, welches die Werke künftig für die Öffentlichkeit bereithalten wird.

„Es ist die Aufgabe eines Stadtarchivs, das Stadtleben zu dokumentieren“, so Bayer, dessen Stelle als Archivar sich Wülfrath mit Heiligenhaus teilt. „Ein Stadtarchiv ist das Gedächtnis einer Stadt“, so Bayer weiter, der den Chroniken des Sängerkreises eine besondere Bedeutung beimisst. „Denn der Sängerkreis wurde 1884 gegründet und ist somit der älteste, noch bestehende Chor in Wülfrath. Lediglich im Zweiten Weltkrieg lagen die Choraktivitäten auf Eis. 1945 fand ein sofortiger Wiederaufbau des Sängerkreises statt.“

Bei der feierlichen Übergabe waren auch Bürgermeisterin Claudia Panke sowie die Sängerkreis-Mitglieder Lars Goldberg und Paul Hugo Kämmer anwesend. Letzterer hat die Dokumentation des Chores von 1984 bis 2014 federführend geleitet. „Diese Aufgabe habe ich damals von Paul Will übernommen, der die ersten 100 Jahre Chorgeschichte festgehalten hat“, berichtet der passionierte Sänger. Seit dem Jahr 2015 wird das Chorarchiv online geführt. „Wie lange CDs oder USB-Sticks allerdings halten, kann man noch nicht mit Gewissheit sagen. Papier überlebt aber die Jahrhunderte“, ist sich Axel Bayer sicher, der mit Begeisterung in den fünf dicken Nachschlagewerken blättert.

Neben der feierlichen Einweihung der Stadthalle im Jahr 1927 bis hin zu privaten Auftritten bei Hochzeiten und runden Geburtstagen ist beinah jeder Auftritt mit Presseartikel, Foto und Programmheft dokumentiert. „Diese Chronik ist eine gewichtige Sache für die Stadt Wülfrath“, ist sich auch Bürgermeisterin Claudia Panke sicher, die damit nicht nur auf das Gewicht der Buchwerke abzielt. „Der Sängerkreis ist ein Stück Gemeinschaft und Gesellschaft dieser Stadt. Die Bücher sind gefüllt mit Leben und es ist schön, dass dieser Schatz für die Öffentlichkeit zugänglich wird.“

Das Stadtarchiv, Wilhelmstraße 146,  kann dienstags und mittwochs von 10 bis 12.30 Uhr und 15 bis 18 Uhr besucht werden. Auf Grund der aktuellen Hygienebestimmungen ist eine Anmeldung (Telefon 02058/89 57  71) notwendig.