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Wülfrath: Der HWM muss ohne Freifunk auskommen

Wülfrath : Der HWM muss ohne Freifunk auskommen

Förderverein Freifunk im Neanderland verzichtet in diesem Jahr auf Installation.

. In den vergangenen zwei Jahren hatten die Besucher des Herzog-Wilhelm-Marktes (HWM) Zugriff auf ein freies WLAN. Dank des Fördervereins Freifunk im Neanderland wurde der gesamte Platz um die Stadtkirche herum mit dem Funknetz abgedeckt. „Im ersten Jahr haben wir noch die einzelnen Buden verkabelt, 2018 sind wir bereits darauf umgestiegen, den Dachboden der Kirche zu nutzen. Die evangelische Kirchengemeinde hat uns dabei tatkräftig unterstützt“, erinnert sich Vorstandsmitglied Jörg Kahm.

Die Vereinsmitglieder waren
rund 40 Stunden im Einsatz

Resonanz von Seiten der Veranstalter gab es hingegen keine. Grund für den Verein, die Installation in diesem Jahr nicht mehr vorzunehmen. „Es ist mit einem enormen Einsatz verbunden, die Router zu installieren. Im Vorjahr haben wir rund 40 Stunden dafür benötigt“, so Kahm, der gemeinsam mit seinen Vorstandskollegen lieber aktuelle Projekte verfolgen möchte. „Projekte, bei denen der Ausbau von Freifunk auf beiden Seiten aktiv voran getrieben wird.“

Für Dirk Winnes vom Förderverein Herzog-Wilhelm-Markt trägt das Freifunk-Netz nicht zum Erfolg des Marktes bei. „Unsere Zielgruppe sind Besucher ab dem 25. Lebensjahr“, ist sich der Geschäftsführer sicher. „Eigentlich sind es doch eher jüngere Besucher, die diesen Service genutzt haben. Wobei wir uns natürlich auch über jüngere Besucher freuen.“

Seit vergangenem Jahr kann man an der Herbergsbude, die von dem Geschäftsführer betrieben wird, seine Getränke bereits bargeldlos und mit Karte bezahlen. Tablet und Kartenlesegerät liefen übers Internet. „Dafür habe ich mir allerdings eine Sim-Karte gekauft. Im ersten Jahr war das Freifunk-Netz noch störanfällig, im vergangenen Jahr hingegen schon wesentlich besser.“

Ob der HWM auch in den kommenden Jahren ohne Freifunk auskommen muss, steht noch nicht fest. „Wenn man uns rechtzeitig fragt, sind wir gerne zu Gesprächen bereit“, so Jörg Kahm.