DEG DEG hat in der Fremde einen Lauf

Diesmal starten die Düsseldorfer Eishockeyprofis stark, führen in Iserlohn früh mit 2:0, kurz vor Schluss gar mit 4:1. Am Ende gewinnen sie 4:3.

 DEG-Stürmer Carter Proft (r.) trifft in Iserlohn zur 2:0-Führung.

DEG-Stürmer Carter Proft (r.) trifft in Iserlohn zur 2:0-Führung.

Foto: RP/Birgit Haefner

Die guten Nachrichten für alle, die es mit der Düsseldorfer EG halten, wollten am frühen Dienstagabend gar nicht enden. Der zuletzt schmerzlich vermisste Verteidiger Kyle Cumiskey war fit, auch Mittelstürmer Brett Olson stand wieder in der Aufstellung. Und als es dann zum Nachholspiel in Iserlohn aufs Eis ging, schaffte es die DEG doch tatsächlich, die ersten Minuten ohne Gegentor zu überstehen. Noch besser: Sie traf selbst, führte nach vier Minuten 2:0. Rund zwei Stunden später stand es 4:3, der dritte Auswärtssieg in Folge.

Eigentlich hätte die DEG schon Ende Oktober am Seilersee spielen sollen. Doch dann musste erst sie in Quarantäne, kurz später die Roosters. Danach kamen beide Teams mit Notkadern nur schwer in die Gänge, fielen in der Tabelle der Deutschen Eishockey-Liga etwas zurück. Panik brach aber nicht aus. Wir haben ja die Nachholspiele, sagten sie sich. Nur müssen die erst mal gewonnen werden. Bei der DEG klappte das im ersten Versuch in der Vorwoche glänzend, da gab es ein 4:1 in Nürnberg. Nun ein 4:3 in Iserlohn, nach 24 Spielen steht die DEG weiter auf Rang acht. Das ist nach wie vor eine gute Bilanz. Ganz glücklich ist Harold Kreis dennoch nicht mit den letzten Wochen, es laufe „etwa zäh“, sagte der Trainer vor dem Spiel, für das er die Reihen umgestellt hatte.

Umso besser war Kreis gelaunt, dass seine Mannen dann alles andere als zäh begannen. Ein Vorstoß von Cumiskey, ein Pass von Alexander Barta, ein Schuss von Alexander Ehl – 1:0 nach 63 Sekunden. Keine drei Minuten später hielt Carter Proft seinen Schläger in einen Schuss von Marco Nowak – 2:0. Da wurde es gleich still in der Halle. Sonst ist die ja die lauteste der Liga, wegen der neuen Auflagen sind nun aber die Stehplätze gesperrt. Und Apropos Corona: Die Roosters haben derzeit eine eigene Impfaktion, nannten sich für das Spiel in „Boosters“ um und landeten einen Social-Media-Hit.

Iserlohner scheitern mehrfach
am starken Pantkowski

Auf dem Eis passierte zunächst wenig, was für gute Laune im Sauerland sorgte. Zwar kamen die Iserlohner nach sechs Minuten ins Spiel, weil sie auf Härte und Tempo setzen, doch scheiterten sie mehrfach am guten Mirko Pantkowski (26 Paraden). Und auch die DEG hatte weiter Chancen. Erst zu Beginn des zweiten Drittels fiel das 1:2, weil Cumiskey hinter dem Tor einem Check auswich und den Puck verlor.

Plötzlich war Leben in der Halle, Erinnerung an Sonntag wurden wach, als die Iserlohner gegen Köln ebenfalls mit einem Rückstand ins Mittelabschnitt gestartet waren, dann fünf Tore schossen und 7:3 siegten. Kurz sah es so aus, als würden sie jetzt auch die DEG überrennen, doch die konnte sich immer wieder befreien und kam selbst zu Chancen. Die Zutaten: Einsatz, viele gewonnene Zweikämpfe und schnelle Pässe. Selbst in Unterzahl war die DEG gefährlich, D‘Amigo hätte fast zum 3:1 getroffen, das tat dann Paul Bittner, der sich stark an der Bande durchsetzte, in die Mitte lief und trocken abzog (37.).

Im letzten Drittel ging es weiter hin und her. Doch nach dem 4:1 durch Tobias Eder fünf Minuten vor dem Ende schien das Spiel durch zu sein – ehe die Iserlohner noch zweimal trafen. Doch der Ausgleich fiel nicht mehr.

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