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Corona in NRW: Wie sich die Impfstrategie in NRW verändert

Gesundheitsminister erklärt : Wie sich die Impfstrategie in NRW verändert

Die Impfstrategie in NRW verändert sich - wie? Das hat nun der Gesundheitsminister erklärt.

Mit Blick auf die ersten Lieferungen von Astrazeneca hat das NRW-Gesundheitsministerium die Kommunen angeschrieben, die Impfungen von Personal ambulanter Pflegedienste, von Tagespflegeeinrichtungen, Beschäftigten in Hospizen sowie Rettungsdienstpersonal vorzubereiten. Auch Gesundheitsberufe im ambulanten Bereich gehören zur ersten Prioritätengruppe. Laumann geht davon aus, dass Astrazeneca bis einschließlich der ersten Märzwoche etwa 600 000 Impfdosen liefert.

Das Impfen älterer Menschen vom Hausarzt rückt durch die Altersvorgabe für den Impfstoff von Astrazeneca in weitere Ferne. NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) machte im Landtag am Donnerstag deutlich, dass es für den tief zu kühlenden Biontech-Impfstoff ein sehr ausgeklügeltes und sicheres System bis hin zum eigentlichen Spritzen bedürfe. „Das ist nicht einfach“, sagte er im Gesundheitsausschuss. Mit der Kassenärztlichen Vereinigung werde an der Frage des Impfens im häuslichen Umfeld gearbeitet.

Voraussichtlich werde das in der Tagespflege und Wohngemeinschaften am ehesten gelingen, wo mehrere Menschen gleichzeitig an einem Ort geimpft werden könnten. Astrazeneca-Impfstoff stehe für Ältere wie die priorisierten Über-80-Jährigen nach den Vorgaben zunächst nicht zur Verfügung. Vom Hersteller Moderna kämen relativ geringe Mengen.

Corona in NRW: Laumann geht davon aus, dass Biontech und Moderna nicht mehr an Menschen unter 65 Jahre verimpft werden

Laumann geht davon aus, dass die Impfstoffe von Biontech und Moderna demnächst nicht mehr für Personen unter 65 Jahre in Deutschland verimpft werden dürfen. Sie sollen wegen der Altersvorgabe bei Astrazeneca ausschließlich diesen Impfstoff erhalten, der in seiner Handhabung als einfacher gilt. Zur Gruppe 1 der priorisierten Personen bei den Corona-Impfungen zählen auch Mitarbeiter in den Pflegeheimen und besonders gefährdeten Bereichen der Kliniken.

Beim Impfstart in den 53 Impfzentren in NRW am Montag werden nur Menschen geimpft, die bestimmte Vorraussetzungen erfüllen.

Zum Start der Impfungen in den 53 Impfzentren in NRW sollen an diesem Montag rund 11 400 Menschen geimpft werden. „Es gibt am Montag in den nordrheinischen Impfzentren insgesamt 6400 Impftermine“, teilte die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Nordrhein am Donnerstag auf Anfrage mit. Eine Sprecherin der KV Westfalen-Lippe gab die Zahl der Termine im Landesteil Westfalen-Lippe mit „knapp 5000“ an. In Bochum sollen zum Beispiel gut 200 Menschen geimpft werden, in Essen etwa 320.

Die Impfzentren öffnen am 8. Februar landesweit um 14.00 Uhr. Sie sind dann bis auf Weiteres täglich von 14.00 bis 20.00 Uhr geöffnet. Impfen lassen können sich ausschließlich Menschen, die mindestens 80 Jahre alt sind und einen Termin gebucht haben.

Das Gesundheitsministerium plant nach eigenen Angaben „zurzeit noch mit 560 000 Erstimpfungen in den ersten acht Wochen“. Diese Zahl könne aber steigen, wenn mehr Impfstoff zur Verfügung stehe, sagte ein Sprecher am Donnerstag. Bislang seien 639 475 Ersttermine vergeben worden. Laut KVWL reichen sie mit dem Zweittermin bereits bis in den Mai.

(dpa)