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Corona in NRW: Warum Friseure ab 1. März öffnen dürfen

Corona in Deutschland : Warum Friseure bald öffnen dürfen

Der Corona-Lockdown in Deutschland wird verlängert - aber eine Branche kann „aufatmen“. Friseure sollen bald wieder öffnen können - aber warum gerade sie?

Bund und Länder haben sich grundsätzlich auf eine Verlängerung der Lockdwon-Maßnahmen bis zum 7. März geeinigt.

Einen nächsten Öffnungsschritt könnte es geben, wenn die Zahl der Neuinfektionen weiter sinkt. Sollte die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz der Neuinfektionen bis zum 7. März stabil unter 35 gesunken sein, sollen die Beschränkungen von den Ländern danach schrittweise gelockert werden können. Dann sollten der Einzelhandel, Museen und Galerien sowie Betriebe mit körpernahen Dienstleistungen unter konkreten Auflagen wieder aufmachen können, heißt es in dem Beschluss von Bund und Ländern.

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Corona in Deutschland: Warum es eine Ausnahme für Friseure geben soll

Eine Ausnahme soll es zuvor für Friseure geben. Sie sollen unter strikten Hygiene-Auflagen bereits Anfang März wieder öffnen dürfen. Aber warum Friseure und andere nicht?

In einer Beschlussvorlage, die vor den Bund-Länder-Beratungen am Mittwoch öffentlich wurde, wurde das mit der „Bedeutung von Friseuren für die Körperhygiene“ begründet, insbesondere ältere Menschen seien darauf angewiesen. >>> In NRW sollen auch Schulen bald wieder öffnen - was das Bundesland noch plant, lesen Sie hier <<<

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat die Entscheidung verteidigt, Friseursalons früher zu öffnen. „Sie hat auch etwas mit - für die einen - Hygiene, aber auch mit Würde zu tun in diesen schwierigen Zeiten“, sagte Söder nach den Bund-Länder-Beratungen am Mittwochabend in Berlin. Für viele Menschen spielten Friseursalons in der Pandemie eine wichtige Rolle, um sich wiederzufinden.

Auch Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) befürwortet die bevorzugte Behandlung für Friseure. „Ich staune da über manche Debatte, wie groß die Rolle ist, die Friseure spielen“, sagte Müller. Viele Menschen bräuchten aus hygienischen Gründen aber einfach Unterstützung - ähnlich wie bei der Fußpflege.

„Eine ganze Branche atmet auf, endlich haben wir eine Perspektive und Planungssicherheit“, hieß es vom Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks.

(dpa)