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Corona in NRW: So ist die Lage in Wuppertal, Krefeld und Düsseldorf

Corona in NRW : Inzidenz in NRW steigt über 100 - kein Kreis mehr unter 50

Einstellige Corona-Inzidenzen? Das gab es erst vor ein paar Wochen - die Lage war im Frühsommer relativ entspannt. Die Gegenwart ist hingegen dreistellig in NRW.

Die Corona-Inzidenz in Nordrhein-Westfalen ist wieder dreistellig und damit so hoch wie in keinem anderen Bundesland. Das Robert Koch-Institut gab sie am Montagmorgen auf seiner Webseite mit 103,3 an. Am Vortag waren es noch 99,2 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen gewesen, vor einer Woche hatte der Wert noch 57,2 betragen. Der Bundesschnitt lag am Montagmorgen bei 56,4 und damit wesentlich niedriger als in NRW. Den zweithöchsten Wert unter den Bundesländern hat laut RKI Hamburg mit einer Inzidenz von 71,6.

 Situation in Krefeld, Wuppertal und Düsseldorf

In Krefeld lag der Inzidenzwert am Montagmorgen laut RKI bei 142,9. Düsseldorf verzeichnete einen Wert von 133,6. Knapp dahinter lag Wuppertal mit 129,0. Die Stadt Wuppertal veröffentlicht eigene Inzidenzwerte und geht sogar von einer noch höheren Zahl aus. Demnach liegt der Wert schon bei 161,69.

Die Inzidenz, die lange die Grundlage für Corona-Einschränkungen war, spielt in der Pandemie inzwischen eine andere Rolle als früher. In der Corona-Schutzverordnung bleibt eine Sieben-Tage-Inzidenz von 35 die einzige Kennziffer, ab der dann die „3G-Regeln“ (geimpft, genesen oder getestet) zum Beispiel für Besuche in der Innengastronomie gelten. Diese Regel gilt inzwischen überall in NRW.

Innerhalb eines Tages kamen zuletzt 1526 Corona-Infektionen hinzu, weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus wurden den Gesundheitsämtern in Nordrhein-Westfalen nicht gemeldet.

In Leverkusen liegt die Inzidenz inzwischen sogar über 200: In der Stadt am Rhein betrug der Wert am Montag 205,8 - so hoch war die Inzidenz in keinem anderen Kreis oder keiner anderen kreisfreien Stadt in NRW. Auch Solingen (170,2), Bielefeld (161,9) und Mönchengladbach (156,7) verzeichnen ein vergleichsweise hohes Infektionsgeschehen. Inzwischen haben alle Kreise und kreisfreien Städte in NRW nicht nur die Schwelle von 35, sondern auch die Schwelle von 50 gerissen: Kleve hatte am Montag einen Wert von 50,6 und damit eine so niedrige Inzidenz wie nirgends sonst in dem bevölkerungsreichsten Bundesland.

(dpa)