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Corona in NRW: Düsseldorf, Bonn oder Dortmund planen mehr Kontrollen

Sonniges Wetter in NRW : Nach Ansturm der Ausflügler: Umliegende Städte planen Kontrollen

In Wuppertal oder Krefeld soll es keine vermehrten Kontrollen der Corona-Regeln geben, allerdings könnte es im Umkreis an beliebten Orten sehr wohl dazu kommen. Unter anderem in Düsseldorf gibt es mehr Einschränkungen und Kontrollen.

Angesichts des sonnigen Wetters und der vielen Ausflügler trotz der Corona-Beschränkungen wollen Städte beliebte Freizeitorte stärker kontrollieren. In Bonn hieß es am Montag, der Ordnungsdienst habe die Rheinufer, den Rheinaue-Park und andere beliebte Ausflugsziele besonders im Blick. Kostenpflichtiger Inhalt Auch in Düsseldorf wurde am Wochenende die beliebte Freitreppe am Burgplatz wegen zu vieler Menschen gesperrt. In den kommenden Tagen soll die Maskenpflicht in der Altstadt ausgeweitet werden. Im Geltungsbereich der Maskenpflicht soll es außerdem ein sogenanntes Verweilverbot geben, wie Ordnungsdezernent Christian Zaum am Montag mitteilte. Es soll dann nicht mehr erlaubt sein, sich etwa für ein Picknick hinzusetzen oder ein Eis zu essen.

Im benachbarten Siebengebirge waren am Wochenende die Parkplätze vollkommen überfüllt und auch die Zuwege zugeparkt. „Der Ordnungsdienst hat ordentlich Knöllchen verteilt“, berichtete ein Sprecher der Stadt Königswinter. Die Menschen wollten an die frische Luft, das sei verständlich. Die Lage werde aber genau beobachtet.

In Köln sei es laut Polizei sehr extrem gewesen. In der Nacht zu Sonntag und im Verlauf des Tages waren Stadt und Polizei an den beliebten "Sonnen-Spots", wie dem Rheinboulevard und Rheinpark, dem Brüsseler Platz, dem Aachener und Decksteiner Weiher und im Grüngürtel im Einsatz. Bei nahezu frühsommerlichen Temperaturen waren vielerorts zahlreiche Menschen unterwegs, oft ohne die gesetzlichen Kontaktbeschränkungen und Abstandsregelungen oder aber die Maskenpflicht einzuhalten, teilt die Polizei am Montag mit.

Polizistinnen und Polizisten hätten alleine am Sonntag mehr als 900 Personen auf geltende Regeln angesprochen und 28 Platzverweise erteilt. Gegen 351 nicht einsichtige Personen erstatten die Einsatzkräfte Anzeigen. Auffallend sei gewesen, dass die Straßen am Rhein sehr voll waren. Nach Aussage des Einsatzleiters erinnerte das Verkehrsaufkommen an den Berufsverkehr. Viele Menschen waren mit dem Auto zu den Kölner Ausflugsorten gefahren. Zeitweise mussten Zufahrtssperren zum Auenweg ab Deutzer Bahnhof sowie ab Deutz Mülheimer Straße eingerichtet werden. Einsatzkräfte sperrten auch stundenweise die Zufahrten zur Mindener Straße über die Hermann-Pünder-Straße sowie die Urbanstraße.

Die Stadt Dortmund wertete am Montag das Geschehen vom Wochenende noch aus. Die Polizei hatte rund um den Phoenix-See von „massivem Verkehrschaos“ berichtet und mehrere Straßen um das Naherholungsgebiet gesperrt. Was mögliche künftige Maßnahmen zum Corona-Schutz der vielen Ausflügler betreffe, gelte es, „Augenmaß zu wahren“, sagte ein Stadtsprecher. Im vorigen Frühjahr war etwa zeitweise eine Einbahnstraßen-Regelung für Spaziergänger eingeführt worden. In der Rückschau auf das Wochenende sei man aber zufrieden mit dem gegenseitigen Respekt der vielen Ausflügler.

Der Deutsche Städtetag kündigte angesichts des frühlingshaften Wetters verstärkte Kontrollen der Corona-Regeln an. „Wir sehen aktuell, dass die Infektionszahlen wieder steigen, und müssen sehr vorsichtig sein. Wenn wir leichtsinnig werden, verspielen wir die Erfolge der vergangenen Wochen“, sagte Helmut Dedy, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetages. „Wo es nötig ist, werden die Städte daher vermehrt beliebte öffentliche Plätze kontrollieren.“

(dpa/boot)