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Corona in NRW: Das müssen Sie jetzt zu den Impfungen wissen

Corona-Impfung : Das müssen Sie jetzt zu den Impfungen in NRW wissen

Das Gesundheitsministerium hat den Impfstoff von Astrazeneca für alle freigegeben. Wir beantworten die wichtigsten Fragen für Sie.

Wo bekommt man einen Impftermin her?

Wie in der Vergangenheit auch, können sich berechtigte Impfwillige über die Internetseite oder Hotline der kassenärztlichen Vereinigung einen Impftermin besorgen. Auch die Hausärzte sind im Prozess mit eingebunden. Nach der Freigabe des Astrazeneca-Impfstoffs sollen diejenige, die sich mit diesem Vakzin impfen lassen möchten, an die Hausarztpraxen wenden. Zuletzt starteten in NRW die Impfungen für die Prio-3-Gruppe.

Welchen Impfstoff kann ich bekommen?

An den aktuellen Impfstoffen hat sich nichts verändert. Nach wie vor werden mit Biontech/Pfizer, Astrazeneca, Johnson und Johnson und Moderna vier Vakzine verimpft. Neu ist nur, dass für den Impfstoff von Astrazeneca die Priorisierung aufgehoben wurde. Impfwillige können sich künftig ohne Rücksicht auf die gültige Vorrangliste gegen Corona impfen lassen - wenn sie sich mit ihrem Arzt für Astrazeneca entscheiden. Das beschlossen die Gesundheitsminister von Bund und Ländern, wie der Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Donnerstag. Demnach wird die Priorisierung bei diesem Impfstoff vollständig aufgehoben. Ärztinnen und Ärzte in Praxen könnten nun entscheiden, wer wann mit dem Impfen drankomme und ob das Präparat von Astrazeneca das passende sei, so Spahn.

Wann werden Kinder- und Jugendliche geimpft?

In den USA hat Biontech/Pfizer bereits eine Zulassung für Kinder und Jugendliche beantragt. Wie CNN berichtet, steht die Zulassung unmittelbar bevor. Auch bei der EMA liegt ein Antrag des Impfstoff-Herstellers vor. Die Behörden prüfen den Fall aktuell. Gesundheitsminster Spahn geht von einem Impfstart in den Sommerferien aus.

Was wird aus Sputnik V?

Ende April reiste Sachsens Ministerpräsident nach Moskau, um dort über einen möglichen Kauf des russischen Vakzins zu sprechen. Er knüpfte den Kauf aber eine Zulassung der EMA und genau hier stockt der Prozess gerade. Die Behörde ist in einem sogenannten Rolling-Review-Verfahren, das bedeutet, dass eingereichte Studiendaten fortlaufend überprüft werden. Da viele Unterlagen fehlen, dauert der Prozess weiter an. Ob die Bundesregierung den Impfstoff kaufen wird, ist daher fraglich.

Wie ist die aktuelle Stiko-Empfehlung?

Die Ständige Impfkommission (Stiko) hat sich zunächst weiter für eine bevorzugte Impfung besonders gefährdeter Gruppen gegen Covid-19 ausgesprochen. „Nach Ansicht der Stiko sollte an der Priorisierung zunächst festgehalten werden“, berichtete das Gremium am Robert Koch-Institut am Donnerstagmittag. Die Erklärung wurde vor der Mitteilung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) veröffentlicht, dass die Priorisierung für das Produkt von Astrazeneca im gewissen Rahmen aufgehoben sei.

Wo kann ich mich aktuell impfen lassen?

Auch hier hat sich nicht viel verändert. Die Hausärzte und die Impfzentren sind weiterhin die zentralen Anlaufstellen. Ab Juni kommen dann auch die Betriebsärzte hinzu. Viele Firmen haben bereits Impfstraßen errichtet und warten nur auf das Go der Bundesregierung. Für diejenigen, die sich mit Astrazeneca impfen lassen möchten, soll dies beim Hausarzt geschehen, da dieser in einem persönlichen Gespräch am besten erklären kann, welche geringen Möglichkeiten von Nebenwirkungen es geben kann. Gemeinsam mit den Patienten sollen sie auch festlegen können, wie bald die nötige zweite Impfung folgt. Das geht aus einer Erklärung des Gesundheitsministeriums hervor.

(weß)