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Corona-Impfstoff ist in NRW eingetroffen: Impfteams starten am Sonntag

Sonntag starten Impfteams : Corona-Impfstoff ist in NRW eingetroffen

NRW hat eine erste Lieferung des Impfstoffes gegen das Coronavirus erhalten. In einem geheimen Zentrallager wird die kleine Menge zunächst aufgeteilt. Am Sonntag sollen mobile Impfteams in stationären Pflegeeinrichtungen mit dem Spritzen beginnen.

Die erste Lieferung des Corona-Impfstoffs der Firma Biontech ist nach Angaben der Landesregierung am Samstagmorgen in Nordrhein-Westfalen eingetroffen. Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) betonte: „Das ist ein wichtiger Moment der Zuversicht. Mit der Lieferung des ersten Corona-Impfstoffes entsteht Hoffnung auf ein normales Leben, wie wir es vor dem Virus gekannt haben.“ Zunächst kamen 9750 Impfdosen ins bevölkerungsreichste Bundesland. Sie wurden nach Angaben der Staatskanzlei aus einer Impfstoff-Fabrik in Belgien transportiert und in ein geheimes Zentrallager des Landes gebracht.

Der Impfstoff sei ein wichtiger Baustein im Kampf gegen die Pandemie, teilte der Regierungschef mit. Es brauche weiter Geduld, „bis wir das Corona-Virus wirklich hinter uns gelassen haben.“ Laschet und NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) wollen sich am Samstagvormittag auch zum Ablauf der ersten Impfungen äußern. Nach bisherigen Angaben werden am Sonntag vom Zentrallager aus je 180 Impfdosen in alle 53 Kreise und kreisfreien Städte geliefert, um erste Bewohner und Mitarbeiter stationärer Pflegeeinrichtungen durch mobile Teams zu impfen. Der in Fläschchen abgefüllte Impfstoff muss bei minus 70 Grad gelagert werden.

Die Gruppe der Bewohner und Mitarbeiter von Pflegeeinrichtungen, die zuerst geimpft werden sollen, umfasst in NRW bis zu 350 000 Menschen. Als nächstes sollen dann Menschen ab einem Alter von 80 Jahren die Möglichkeit bekommen, sich impfen zu lassen. In den nächsten Tagen bis zum Jahresende sollen nach bisherigen Angaben weitere 273 000 Dosen kommen, ab Januar dann wöchentlich 141 375 Dosen. Laumann hofft, dass eine Immunisierung in den Seniorenheimen bis Ende Februar weitestgehend abgeschlossen sein wird. „Dann wäre an der Covid-Front sehr, sehr viel gewonnen“, hatte er am Mittwoch gesagt.

(dpa)