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Corona aktuell in NRW: Diese Regeln gelten jetzt

2G-plus, Kontakte und Co. : Diese Corona-Regeln gelten jetzt in NRW

In NRW gilt auch in der Gastronomie die 2G-plus Regel. Doch es gibt auch Ausnahmen - und neue Quarantäneregeln. Der Überblick.

KONTAKTE:

Seit dem 28. Dezember dürfen sich Geimpfte und Genese nur noch in Gruppen von maximal zehn Personen aus verschiedenen Haushalten treffen. Private Zusammenkünfte von Genesenen und Geimpften sind innerhalb des eigenen Hausstandes ohne Personenbegrenzung zulässig. Wenn eine derartige Zusammenkunft die Grenze von zehn Personen überschreitet, dürfen maximal zwei Personen aus einem weiteren Hausstand dabei sein - egal ob diese ungeimpft, geimpft oder genesen sind.

Ehegatten, Lebenspartnerinnen und Lebenspartner sowie Partnerinnen und Partner einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft gelten hierbei als ein Hausstand, auch wenn sie keinen gemeinsamen Wohnsitz haben.

Ungeimpfte dürfen sich innerhalb des eigenen Hausstands ohne Personenbegrenzung treffen. Bei sonstigen Treffen sind  höchstens zwei Personen aus unterschiedlichen Hausständen erlaubt. Kinder bis einschließlich 13 Jahren sind von diesen Regelungen ausgenommen.

MASKENPFLICHT:

 Die Maskenpflicht (mindestens medizinische Maske) gilt unter anderem im Nahverkehr, bei vielen Gelegenheiten in Innenräumen mit Publikumsverkehr - etwa im Einzelhandel oder beim Arzt. Auch im Freien gilt die Pflicht zum Tragen einer Maske in NRW ab dem 13. Januar wieder: in Warteschlangen, Anstellbereichen und unmittelbar an Verkaufsständen, Kassenbereichen oder ähnlichen Dienstleistungsschaltern. Zudem können Kommunen eigene Regelungen treffen. Auch bei Veranstaltungen und Versammlungen im Freien gilt die Maskenpflicht sofern für sie keine 3G-Zugangsregelung (geimpft, genesen oder getestet) oder 2G-Zugangsregelung (geimpft oder genesen) gelten.

Nicht getragen werden müssen Masken etwa bei privaten Treffen oder an festen Sitzplätzen in Restaurants.

BOOSTER-IMPFUNG

Bei den Auffrischungsimpfungen in kommunalen Impfzentren von Nordrhein-Westfalen ist ein Mindestabstand von vier Monaten zur Corona-Grundimmunisierung erforderlich, hieß es zuletzt.

Im Rahmen der Impfangebote der Kreise und kreisfreien Städte werden demnach Auffrischungsimpfungen für Personen angeboten werden, bei denen die Grundimmunisierung fünf Monate zurückliege. „Personen, bei denen die Grundimmunisierung weniger als fünf Monate zurückliegt, sind jedoch nicht zurückzuweisen und ebenfalls zu impfen - sofern ein Mindestabstand von vier Monaten erreicht ist“, hieß es in einem Erlass des Gesundheitsministeriums.

Eine Impfung nach frühestens vier Wochen nach der zweiten Impfstoffdosis sei ausschließlich „für immundefiziente Personen mit einer erwartbar stark verminderten Impfantwort als Optimierung der primären Impfserie zu ermöglichen“, heißt es im Erlass weiter.

Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt Auffrischimpfungen wegen der Omikron-Variante des Coronavirus bereits nach mindestens drei statt nach sechs Monaten. Die Empfehlung zum verkürzten Impfabstand gelte ab sofort für Erwachsene, teilte das Gremium am 21.12. mit. Sie ziele ab auf einen verbesserten Schutz vor schweren, durch Omikron hervorgerufenen Erkrankungen in der Bevölkerung und auf eine verminderte Übertragung der Variante. Es sei damit zu rechnen, dass Omikron das Infektionsgeschehen hierzulande „innerhalb kürzester Zeit“ bestimmen werde.

SCHULE:

Grundsätzlich bleibt es bei dem bisherigen Testrhythmus für die Schüler: An den weiterführenden Schulen stehen dreimal wöchentlich Antigen-Selbsttests an. An den Grund- und Förderschulen sowie den Schulen mit Primarstufe bleibt es bei der Testung zweimal wöchentlich mit PCR-Lolli-Tests. Das immunisierte Schulpersonal soll dreimal pro Woche einen Antigen-Selbsttest oder einen Bürgertest durchführen. Das nicht immunisierte Schulpersonal soll weiterhin an den Präsenztagen in der Schule einen Antigen-Selbsttest unter Aufsicht in der Schule vornehmen oder einen Bürgertest vorlegen.

QUARANTÄNE:

Folgene Regelungen gelten seit dem 16. Januar für Quarantäne und Isolation in NRW: 

  • Infizierte: Wer durch einen offiziellen Schnelltest oder einen PCR-Test positiv getestet wurde, muss automatisch und ohne gesonderte behördliche Anordnung für zehn Tage in Isolierung. Diese kann - bei zwei Tagen Symptomfreiheit - durch Negativ-Testung auf sieben Tage verkürzt werden. Infizierte müssen ihre Kontaktpersonen der letzten zwei Tage schnellstmöglich und eigenständig informieren.
  • Kontaktpersonen: Wer mit einem Infizierten im gleichen Haushalt lebt, muss automatisch für zehn Tage in Quarantäne. Diese kann durch Frei-Testung auf sieben Tage verkürzt werden. Bei Kindern in Kindertageseinrichtungen und Schülern kann die Quarantänezeit auf fünf Tage verkürzt werden.
  • Wenn während der Quarantäne Symptome auftreten, wird ein PCR-Test Pflicht.
  • Sonstige Kontaktpersonen müssen nicht automatisch in Quarantäne, sondern nur bei Anordnung des Gesundheitsamtes. Bei fehlendem oder unvollständigem Impfschutz wird eine Selbstisolierung erwartet.

Ausnahmen: Eine Reihe von Kontaktpersonen muss dennoch nicht in Quarantäne. Das sind:

  • Geboosterte: Als geboostert gelten nur noch Menschen mit drei Corona-Schutzimpfungen. Dies gilt auch für eine Impfung mit dem Impfstoff von Johnson & Johnson.
  • Geimpfte Genesene: Wer geimpft und genesen ist, muss als Kontaktperson ebenfalls nicht in Quarantäne.
  • Doppelt Geimpfte: Nach zweimaliger Impfung entfällt die Quarantäne zwischen dem 15. und 90. Tag nach der zweiten Impfung.
  • Genesene: Sie müssen ab dem 28. Tag ihres positiven Tests bis zum 90. Tag nicht in Quarantäne.

Weitere Infos zu den Neuregelungen finden Sie hier.

VERANSTALTUNGEN: 

Bei überregionalen Veranstaltungen gilt eine einheitliche Obergrenze von maximal 750 Zuschauern - auch bei Bundesliga-Spielen.

Öffentliche Tanzveranstaltungen sowie private Tanz- und Diskoveranstaltungen sind untersagt. Die Clubs und Diskotheken in NRW sind schon seit dem 4. Dezember geschlossen.  

2G BEIM SHOPPEN:

Der Zutritt zu Geschäften ist auf Geimpfte und Genesene beschränkt, unabhängig davon, wie hoch die Inzidenz ist. Ausgenommen sind Läden des täglichen Bedarfs, also etwa Supermärkte.

2G und 2G-Plus

Auch Grundimmunisierte und Genesene dürfen seit dem 13. Januar viele Bereiche nur noch betreten, wenn sie zusätzlich einen negativen Test vorlegen (2G-plus-Regel).

2G-Plus gilt unter anderem in der Gastronomie, bei der Sportausübung in Innenräumen (etwa Fitnessstudios), in Hallenschwimmbädern oder in der Sauna oder bei privaten Feiern mit Tanz (etwa Hochzeiten).

2G gilt unter anderem in Kultureinrichtungen wie Museen, im Zoo, im Theater oder Kino, bei Konzerten, Lesungen und anderen Kulturveranstaltungen.

Ausnahmen von der Testpflicht bei 2G-Plus:

  • Die 2G-Regel gilt nicht für Kinder und Jugendliche bis zum Alter von einschließlich 15 Jahren. Für sie sind keine Nachweise erforderlich, außer gegebenenfalls dem Altersnachweis. Für Schülerinnen und Schüler ab 16 Jahren kann der negative Testnachweis durch einen Nachweis der Schule über die Schulzugehörigkeit und die Teilnahme an Schultestungen ersetzt werden.
  • Von der Testpflicht für Restaurants, Kneipen, Hallenbäder und Fitnessstudios ausgenommen sind Geboosterte und geimpfte Genesene sowie doppelt Geimpfte zwischen dem 15. und 90. Tag nach der zweiten Impfung. Sogar ungeimpfte Genesene dürfen ebenfalls in einem gewissen Zeitraum ohne Test in Fitnessstudio, Schwimmbad, Restaurant und Kneipe - ab dem 28. Tag ihres positiven PCR-Tests bis zum 90. Tag. Dafür gilt nur noch als geboostert, wer unabhängig vom Wirkstoff tatsächlich drei Corona-Schutzimpfungen erhalten hat.

ARBEITSPLATZ:

Am Arbeitsplatz gilt die 3G-Regel. Wer im Homeoffice arbeiten kann, soll dies auch tun. Die nordrhein-westfälischen Arbeitsschutzbehörden kontrollieren ab sofort die Einhaltung der 3G-Regelung am Arbeitsplatz. Auch die Umsetzung der Hygieneschutzkonzepte und der Homeoffice-Pflicht werde ab sofort mit Schwerpunktkontrollen überprüft, teilte das NRW-Arbeitsministerium am Mittwoch mit. Werden die 3G-Kontrollen durch die Arbeitgeber nicht umgesetzt, droht ein Bußgeld von mindestens 1000 Euro. Sofern Beschäftigte sich ohne die ausreichenden Nachweise in den Arbeitsstätten aufhalten, drohen ihnen Bußgelder in Höhe von 250 Euro.

ÖPNV:

Im ICE, in Nahverkehrszügen, in Bussen, in der U-Bahn, in der Straßenbahn, in der S-Bahn oder im Flugzeug gilt die 3G-Regel. Die Deutsche Bahn kündigte entsprechende Kontrollen an. Fahrgäste dürfen also diese Verkehrsmittel nur noch nutzen, wenn sie geimpft, genesen oder getestet sind. Die Maskenpflicht gilt in Fahrzeugen des ÖPNV auch weiterhin.

FRISEUR, FUSSPFLEGE, TRAUUNGEN UND BEERDIGUNGEN:

Beim Friseur gilt die 3G-Regel (wenn FFP2-Masken getragen werden). Das heißt, in den Friseursalon dürfen nur geimpfte oder genesene Kunden sowie Kunden mit einem aktuellen negativen Corona-Testnachweis. Das sagte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU). Die 3G-Regel gilt auch für Beerdigungen, standesamtliche Trauungen, nicht-touristische Übernachtungen und medizinische Fußpflege.

AMATEURSPORT:

Im Amateursport und Freizeitbereich gilt flächendeckend die 2G-Regel. Wer die Auffrischungsimpfung hat, muss unter anderem im Freizeitsport keinen Test mehr vorlegen. Zugangsbeschränkungen gelten in NRW nicht nur für Zuschauer, sondern auch für Amateursportler. Beim Sport in Innenräumen gilt 2G-Plus (siehe auch oben).

PCR-Tests gelten in Nordrhein-Westfalen im Amateursportbereich nur noch als Ersatznachweis zu einer Corona-Impfung, wenn man wenigstens eine Impfung nachweisen kann.

Ausnahmen gelten für Kinder und Jugendliche bis zum Alter von einschließlich 15 Jahren, Menschen ohne Impfempfehlung und diejenigen, die nicht geimpft werden können.

IMPFPFLICHT:

Impfpflicht Beschäftigte in Einrichtungen wie Kliniken, Pflegeheimen und Arztpraxen müssen bis Mitte März 2022 Nachweise über vollen Impfschutz oder eine Genesung vorlegen - oder eine Arzt-Bescheinigung, dass sie nicht geimpft werden können. Neue Beschäftigte brauchen das ab dann von vornherein. Das legt eine angepasste Version des Infektionsschutzgesetzes fest.

APOTHEKER UND ZAHNÄRZTE:

 Über Ärzte hinaus dürfen laut Infektionsschutzgesetz befristet auch Apotheker, Tier- und Zahnärzte Menschen ab 12 Jahren impfen. Voraussetzungen sind eine Schulung und geeignete Räumlichkeiten oder die Einbindung in mobile Impfteams. Das soll die Impfkampagne in Deutschland beschleunigen.

(red)