Zwei Jahre Baustelle in Hilgen

Zwei Jahre Baustelle in Hilgen

Im Herbst soll der Abriss der Trassenbrücke beginnen. Aber schon ab Mai wird die Straße aufgerissen.

Burscheid. Wenn der Landesbetrieb Straßen im Herbst dieses Jahres den zweiten Bauabschnitt der B-51-Sanierung in Hilgen mit dem Abriss der Brücke über die Balkantrasse beginnt, liegt das Ende des ersten Bauabschnitts sechs Jahre zurück. Und bis auch der zweite Abschnitt abgeschlossen ist, werden wohl zwei weitere Jahre ins Land gehen. Zwei Jahre, in denen sich Hilgen mit Dauerbehinderungen auf seiner Hauptverkehrsader abfinden muss.

Foto: Siewert, Doro

Und die beginnen nicht erst im Herbst. Die Technischen Werke wollen für die zum Teil vorgeschalteten Kanalarbeiten schon Anfang März die Ausschreibungen rausgeben und am liebsten im Mai starten. Denn sie haben nicht nur Kanalsanierungen vor der Brust, sondern auch den Bau eines gewaltigen neuen Stauraumkanals.

Weil das Netz in Hilgen bei heftigen Regenfällen überlastet ist, muss zusätzlicher Ausweichraum geschaffen werden. Er wird unter der neuen B 51 entstehen. In neun Meter Tiefe wird ein Rohr mit zwei Meter Durchmesser und einer Länge von 315 Meter verlegt. Ausgangspunkt wird eine Baugrube an der Kreuzung Erlenweg vor der Firma Nickisch sein. Von dort aus soll der Stauraumkanal jeweils 140 Meter in Richtung Hilgen und Burscheid getrieben werden, dazu noch ein Stück in den Buchenweg hinein.

Doch bevor die TWB loslegen können, muss ein anderes Problem beseitigt werden. Überall, wo Baugruben entstehen sollen, verläuft eine zentrale Wasserversorgungsleitung, die weder einfach umgeklemmt oder gekappt werden kann. „Die gesamte Leitung, die aus dem Ziegeleiweg kommt und dann an der südöstlichen Straßenseite in Richtung Burscheid verläuft, muss zuerst auf die andere Straßenseite verlegt werden“, sagt TWB-Vorstandssprecher Jürgen Malzkuhn.

Wenn dann die auf etwa ein Jahr veranschlagten Kanalarbeiten im Gang sind, kann parallel seitens des Landesbetriebs schon an der Brücke und am Raiffeisenplatz gearbeitet werden. Denn dieser Knotenpunkt soll zuerst fertiggestellt werden.

Nicht nur, dass an dieser Stelle die Fahrbahn um 1,50 Meter tiefergelegt und der Verkehr über Anschüttungen an der Baustelle vorbeigeführt wird. In Koordination mit der Stadt sollen auch der Raiffeisenplatz neu gestaltet und der Alleenradweg über die Bundesstraße geführt werden.

Erst wenn dieses Herzstück fertig ist, werden sich die Bauarbeiten in Richtung Dünweg bewegen. Dort werden dann neben einem kombinierten Radgehweg auf beiden Seiten auch drei Kreisverkehre entstehen: an den Kreuzungen Buchen-/Erlenweg, Dabringhausener Straße und Ösinghausener Straße/Eifgenweg.

3,6 Millionen Euro hat der Landesbetrieb veranschlagt. Drei Millionen hatte der erste Bauabschnitt gekostet. Der war nach zehn Monaten beendet. So schnell wird Hilgen diesmal nicht davonkommen.