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Zuschlag für Kita Schützeneich?

Zuschlag für Kita Schützeneich?

Der Ausschuss berät erst Anfang Juni. Doch die Weichen sind schon gestellt.

Burscheid. Das erste Familienzentrum in Burscheid wird voraussichtlich in der Johanniter-Kindertagesstätte auf der Schützeneich entstehen. Kreispressesprecherin Birgit Bär bestätigte gestern, dass das Kreisjugendamt dem Jugendhilfeausschuss für seine Sitzung am 4. Juni einen entsprechenden Vorschlag unterbreiten will.

Damit erhält die Kita Schützeneich den Vorzug vor den beiden anderen Bewerbern, der Kindertagesstätte Regenbogen der Arbeiterwohlfahrt an der Höhestraße und der Elterninitiative Kleine Strolche an der Witzheldener Straße in Hilgen. "Das hat aber nichts damit zu tun, dass diese Einrichtung schlechter oder besser wären", versichert Bär.

Ausschlaggebend sei vielmehr gewesen, mit Burscheid-Mitte zunächst den größten Burscheider Ortsteil zu berücksichtigen. Zudem habe die Einrichtung auf der Schützeneich einen besonders hohen Migrationsanteil und eine bereits funktionierende Sprachförderung.

Bisher bestehen im Bereich des Kreisjugendamtes (Burscheid, Kürten, Odenthal) schon jeweils ein Familienzentrum in Kürten und Odenthal. Bis 2012, so die Planung des Landes, soll es in den drei Kreiskommunen insgesamt elf Zentren geben. Bär: "Wenn es so läuft, wie man uns angekündigt hat, sind dann für Burscheid vier Familienzentren vorgesehen." Sie werden sich wohl je zur Hälfte auf Burscheid und Hilgen verteilen.

Wenn der Jugendhilfeausschuss dem Vorschlag zustimmt, muss sich die Kita Schützeneich noch dem Zertifizierungsverfahren des Landes stellen. Der Start für das Familienzentrum, für das es jährlich 12 000 Euro zusätzliche Landesmittel gibt, würde zum neuen Kindergartenjahr im August erfolgen.

Das Zentrum soll Beratung und Unterstützung von Kindern und Familien über den Kreis der Einrichtung hinaus leisten. Auch Familienbildung und Vermittlung von Kindertagespflege gehören zum Leistungsangebot.

Enttäuscht reagierte Ulrike Kreffter, Leiterin der Kleinen Strolche, auf die Entscheidung des Kreisjugendamtes. Die Elterninitiative hatte sich bereits im Juni 2006 als Familienzentrum beworben und sich aufgrund diverser Signale aus dem Kreis gute Chancen ausgerechnet.