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Zoo eröffnet neue Banteng-Anlage

Zoo eröffnet neue Banteng-Anlage

Besucher können sich die Anlage morgen beim Zootag ansehen. Dann gibt es auch Führungen hinter die Kulissen des Zoos.

Köln. Neue Attraktion im Kölner Zoo: Vorstand und Aufsichtsrat haben die Anlage für asiatische Wildrinder, sogenannte Bantengs, eröffnet. Zum aufwendig modernisierten Ensemble im Norden des Zoos zählen auch der erweiterte Spielplatz und neue gastronomische Angebote. Entstanden ist ein modernes Areal im asiatischen Architektur-Stil, das bei Tierhaltung und Besucherattraktivität neuesten Standards entspricht. Beste Möglichkeit, alles selbst in Augenschein zu nehmen, haben Besucher morgen beim Zootag.

Foto: Werner Scheurer

„Wir haben das bestehende Kalthaus aus den 60er Jahren, in dem zuletzt die Alpakas lebten, in ein modernes Warmhaus mit umweltfreundlicher Fernwärme- und LED-Technik umgerüstet. Die Anlage ist durch Wassergraben und Holzpalisaden besonders naturnah gestaltet. Die Tiere sind für unsere Besucher sehr gut sichtbar“, erklären die Zoovorstände Prof. Theo B. Pagel und Christopher Landsberg. „Der etwa 90 Quadratmeter große Freilaufstall ist mit großzügiger Fensterfront ausgestattet. Besucher haben hier insbesondere in den Wintermonaten beste Sicht auf die bis zu 900 Kilogramm schweren Wildrinder. Der Außenbereich wurde entsprechend der Bedürfnisse der Tiere auf 2000 Quadratmeter vergrößert und mit einem Teich sowie kaskadenförmigem Wasserlauf verziert.“

Im selben asiatischen Stil setzte der Zoo auch die Spielplatzergänzung und die Erweiterung des Café Almira um. Der Spielplatz erhielt eine zusätzliche Spielwand mit kreativen Spielelementen und Baumhäusern. Dass Kinder nun im Zoo noch mehr Raum zum Toben und Spielen haben, wurde unter anderem durch eine Spende der GAG Immobilien AG ermöglicht. Sie stellte dem Zoo dafür 200 000 Euro zur Verfügung. „Als größte Vermieterin kümmern wir uns nicht nur um das Wohnen in Köln, sondern übernehmen auch Verantwortung für das Leben in dieser Stadt“, betonte der GAG-Vorstandsvorsitzender, Uwe Eichner, bei der Eröffnung.

Auch das Festkomitee Kölner Karneval von 1823 trug mit einer Spende maßgeblich zur Spielplatzergänzung bei. Der Förderverein Freunde des Kölner Zoos unterstützte die Gesamtinvestition des Zoos in die neue Banteng-Anlage mit 100 000 Euro. Darüber hinaus konnte der Zoo 92 Gehege-Paten gewinnen, die ab sofort mit ihrem Namen auf verschiedenen Anlagen zu sehen sind. „Wir sind dankbar für jeden, der sich für den Zoo und seine zahlreichen Erholungs-, Bildungs- und Artenschutzaufgaben engagiert. Wir konnten nicht zuletzt auch dadurch erneut ein Modernisierungsprojekt erfolgreich abschließen und den Zoo an einer weiteren Stelle fit für die Zukunft machen“, sagt Pagel.

Investiert hat der Zoo nicht nur in Banteng-Anlage und den Spielplatz, sondern auch in weitere Möglichkeiten zum Ausruhen und Genießen rund um das beliebte Café Almira. Es liegt in direkter Nachbarschaft zum Banteng-Heim. Neu entstanden sind unter anderem eine Terrasse mit schönem Blick auf die exotischen Rinder, Pavillons und ein Grillplatz, der künftig vielfältig genutzt werden kann. Ebenfalls neu: Unter dem Banteng-Stall werden kindgerechte Toilettenanlagen mit Wickelplatz eingerichtet.

Der Banteng stammt ursprünglich aus Südostasien. Für menschliche Begriffe ist er ein sehr anmutiges Wildrind. Kühe haben in der Regel ein hellbraunes, Bullen ein dunkelbraunes bis schwarzes Fell. Banteng-Gruppen besten aus zwei bis 40 Kühen und ihren Kälbern. Dazu kommt jeweils ein Bulle. Daneben gibt es Herden männlicher Junggesellen und einzelgängerische Bullen, die zum Führen einer Herde zu alt oder zu schwach sind.

Die Tiere sind in freier Wildbahn stark bedroht. Bejagung und Lebensraumzerstörung machen ihnen massiv zu schaffen. Der Zoo hat sich deshalb entschieden, die Tiere wieder in seinen Bestand aufzunehmen. Schon von 1962 bis 2002 waren die exotischen Rinder in Köln Zuhause. Ihre Anlage musste damals dem Bau des neuen Elefantenparks weichen.

Mit der Fertigstellung der neuen Banteng-Anlage verwirklicht der Kölner Zoo ein weiteres Ziel seines Masterplans. Er ordnet den Zoo nach geografischen Schwerpunkten und sieht an dieser Stelle, vis-á-vis des Parks für Asiatische Elefanten, Tiere und Anlagen aus Fernost vor. Die Planungen für das Wildrinder-Gehege starteten im September 2016. Baubeginn war in diesem Frühjahr.