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Zerstörungsspur am Radweg

Zerstörungsspur am Radweg

Unbekannte haben acht Holzplanken zerstört und Gefahrenstellen geschaffen. Die Polizei ermittelt.

Burscheid. Unbekannte haben wahrscheinlich in der Nacht von Samstag auf Sonntag eine Spur der Zerstörung entlang des Panorama-Radweges gezogen. Die Spur beginnt bei einem Kleidercontainer dessen Inhalt rings um den Container verteilt wurde und endet bei einem komplett demolierten Nisthäuschen für Vögel. Nicht nur ärgerlich, sondern auch gefährlich: Auch acht Holzplanken des Geländers entlang des neuen Radweges wurden durchgetreten. Diese Geländer führen den Radweg nur an gefährlichen Stellen — etwa, wenn neben dem Weg ein Hang liegt.

An diesen Wegpunkten ist nun nicht nur die Schutzfunktion nicht mehr gegeben, sondern durch die schräg in der Luft hängenden, spitzkantigen Holzplanken eine neue Gefahrenquelle geschaffen. Während die Polizei bereits am Sonntag von Spaziergängern über die Schäden informiert wurde, hat die Stadt erst am Montag davon erfahren: „Wie werden die Reparatur so schnell wie möglich durchführen, denn wir haben dort die Verkehrssicherungspflicht“, erklärt Sprecherin Renate Bergfelder-Weiss.

Doch wann der Ursprungszustand wieder hergestellt sein wird, ist unklar: Montag waren Mitarbeiter der Stadt und des Baubetriebshofes vor Ort. Die prüfen jetzt, ob sich noch Planken dieser Art auf Lager befinden. Wenn nicht, wird sich die Reparatur verzögern. Auch die Höhe der Schadenssumme steht noch nicht fest. Zumindest bis zur Feststellung der Täter, wird der Steuerzahler für den Schaden aufkommen.

Die Polizeibeamten haben bereits am Sonntag Strafanzeige gegen Unbekannt gestellt. Allerdings macht Polizeisprecher Peter Raubuch wenig Hoffnung auf die Ergreifung der Täter: „Bei Sachbeschädigung durch Graffiti hinterlassen die Täter deutlich Spuren, oft sogar eine Art Unterschrift — da stehen die Chancen deutlich besser.“

Trotzdem erinnert er an den Fahndungserfolg aus dem vergangenen Jahr: Damals hatte die Stadt eine Belohnung für Hinweise auf die Schmierer ausgesetzt — und die Hinweistelefone der Polizei standen kaum noch still.