Zahl der Blutspenden um zehn Prozent gesunken

Zahl der Blutspenden um zehn Prozent gesunken

Umso wichtiger sind treue Spender wie Norbert Mines. Er hat sich inzwischen 100-mal an der DRK-Aktion beteiligt.

Burscheid. Blut kann Leben retten — das ist Norbert Mines bereits seit fast 50 Jahren bewusst. Bei einem Gespräch unter Kollegen hörte er von deren Teilnahme an den Blutspende-Aktionen des DRK Burscheid. Der damals 21-Jährige kam zum nächsten Termin mit. Seitdem ist er so regelmäßig wie möglich immer erschienen und kann heute auf die stattliche Anzahl von hundert Spenden zurückblicken.

Seit 14 Jahren ehrt das Deutsche Rote Kreuz seine treusten Blutspender im Alten Landhaus. Besondere Aufmerksamkeit gehörte diesmal Birgit Baust vom Blutspendezentrum Breitscheid. Sie ging detalliert auf die Bedeutung der Blutkonserven ein.

Da war manches sogar für Kenner der Szene unbekannt. In den Reden kam aber ebenfalls der permanente Notstand für Blutreserven zur Sprache. Sobald ein größerer Unfall unverhältnismäßig viele Konserven verlangt, müssen manchmal sogar dringende Operationen zurückgestellt werden.

In Burscheid haben 2013 insgesamt 640 Personen Blut gespendet, 65 weniger als 2012, obwohl es 31 Erstspender gab. Nicht jeder Spendenwillige ist geeignet: Da stehen strenge und inzwischen noch einmal verschärfte ärztliche Kontrollen vor.

Die rund 50 Gäste der Ehrung applaudierten gerne den Empfängerinnen und Empfängern der jeweiligen Ehrennadeln. In Burscheid werden schon seit Jahren auch bereits die 25-fachen Spender geehrt. In dieser Gruppe wurden diesmal neun kleine Plaketten mit dem DRK-Symbol in der Mitte vergeben. 50 Mal hatte das Blut von elf Spendern schon einen sterilen Behälter gefüllt. Von den beiden Geehrten mit je 75 Spendedaten war nur Wolfgang Schubert anwesend und nahm mit Dank seine Ehrennadel entgegen.

Norbert Mines freute sich, dass er in all den Jahren gesundheitlich in der Lage war, bei seinen insgesamt hundert Aktionen mitzumachen. Er wird sich auch weiterhin daran beteiligen.

Kirsten Kühn freut sich, dass sich vermehrt auch Ausländer bereitfinden, mit Blutspenden zu helfen. Durch die internationale Belegschaft der örtlichen Firmen verzeichnet das DRK verstärkt sowohl indische als auch türkische und niederländische Spender.

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