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Kim Unger: „Wichtig sind jetzt Routine und Strukturen“

Kim Unger : „Wichtig sind jetzt Routine und Strukturen“

Kim Unger ist Youtuberin und Moderatorin. Heute startet ihre Sendung „Die beste Klasse Deutschlands“.

Wie erleben Sie gerade die Corona-Krise?

Kim Unger: Eigentlich relativ entspannt. Die erste Runde der aktuellen Staffel mit 16 Shows hatten wir noch rechtzeitig abgedreht. Jetzt bin ich froh, zu Hause zu sein, und genieße meine Freizeit. Aber ich bin mir bewusst, dass die Krise andere Menschen deutlich schlimmer trifft.

Welche Rollen spielen Angebote wie Youtube jetzt gerade?

Unger: Die Leute haben mehr Zeit online zu sein und nutzen YouTube und Streaming-Dienste intensiver als sonst. Das sieht man an den Klicks auf den Kanälen und an den hohen Streamingzahlen.

Haben Sie Ihr Angebot jetzt speziell auf die Krise und die Folgen ausgerichtet?

Unger: Beim Kanal „So geht das“ drehe ich momentan zu Hause, etwas anderes ist ja auch nicht möglich. Die Inhalte passe ich natürlich auch an – ich behandle Themen, die die Leute jetzt auch zu Hause machen können.

Was erwartet die Zuschauer bei der neuen Staffel „Die beste Klasse“?

Unger: Das ist eine sehr coole Staffel, die Spaß macht. Wir haben ein neues Extremlabor, in dem ich größere und spannendere Experimente durchführen kann.

Was ist genau Ihr Job bei den Sendungen?

Unger: Ich bin für die Experimente zuständig. Dafür habe ich mein Labor. Dort geht es vor allem um physikalische Dinge. Im Vorjahr hatten wir einen Kuchen, aus dem Dank Backpulver und Spiritus eine Kohlewurst gewachsen ist und wir haben mit Backpulver eine Ketchupflasche zur Explosion gebracht.

Sind Sie ein Fan von Naturwissenschaften?

Unger: Physik hat mir immer Spaß gemacht, in Chemie war ich eher schlecht. Aber die Do-it-yourself-Mentalität hatte ich schon als Kind. Das, was man selber macht, wird schöner und ist kostengünstiger.

Wie sind Sie zur Sendung gekommen?

Unger: Eigentlich ganz klassisch. Es wurde jemand gesucht und man hat mich dann auf YouTube gefunden. Dann gab es ein Casting und ich hatte den Job.

Was macht den Reiz aus?

Unger: Das Moderieren ist mir schon immer sehr leicht gefallen. Schon in der Schule und an der Uni habe ich gerne Vorträge gehalten. Das passiert bei mir fast von alleine. Für mich ist das Teil meines Hobbys und es ist auch keine echte Arbeit, mir es macht einfach Spaß. Und so wurde jetzt aus dem Hobby ein Beruf.

Welche Tipps haben Sie für Menschen, die jetzt zu Hause bleiben müssen?

Unger: Jetzt kann man mal die To-do-Liste abarbeiten – die Steuererklärung fertigmachen, Putzen oder endlich das Lieblingsbuch lesen. Wichtig ist, dass man eine gewisse Routine in seinen Tag bringt. Da macht es Sinn, sich einen Plan zu machen, wenn man nicht schon im Home Office arbeitet und der Tag so strukturiert ist.

Service: „Die beste Klasse Deutschland“, ab heute immer montags bis donnerstags um 19.25 Uhr auf Kika.