Vorarbeiten für Wupperbrücke

Vorarbeiten für Wupperbrücke

Die Behelfsbrücke soll ab Jahresende das bisherige, marode Bauwerk ersetzen und die Verkehrssituation deutlich verbessern.

Leichlingen. Nach europaweiter Ausschreibung sind die Aufträge vergeben und die Planungen abgeschlossen, jetzt geht es los. In dieser Woche beginnen die ersten sichtbaren Vorarbeiten zum Bau der Behelfsbrücke zwischen Solingen und Leichlingen auf der Kreisstraße 1.

Das provisorische Bauwerk soll ab Jahresende die marode Wupperbrücke zwischen Haasenmühle und Nesselrath ersetzen. Nach Fertigstellung der Behelfsbrücke wird der Neubau der Wupperbrücke in Angriff genommen.

„Mit der Behelfsbrücke schaffen wir eine deutliche Verbesserung der Verkehrssituation zwischen Leichlingen und Solingen“, macht Landrat Stephan Santelmann die Bedeutung des provisorischen Bauwerks deutlich. Die Behelfsbrücke entsteht vom Leichlinger Wupperufer aus gesehen links vom alten Bauwerk.

Dafür muss zunächst eine Zuwegung geschaffen werden, danach starten die Arbeiten an der Unterkonstruktion. Die Brücke selbst ist ein Fertigteil in Modulbauweise und soll im letzten Quartal 2018 aufgesetzt werden. Die Kosten betragen 1,8 Millionen Euro. 60 Prozent übernimmt das Land NRW, die Stadt Solingen und der Rheinisch-Bergische Kreis investieren jeweils 360 000 Euro.

Die alte Wupperbrücke war im Juni 2017 zunächst komplett gesperrt worden, nachdem eine Sonderprüfung erhebliche Bauschäden aufgezeigt hatte, die eine Sanierung ausschlossen. Umgehend setzten sich Stadt und Kreis als Eigentümer für einen Neubau und eine Behelfsbrücke als Zwischenlösung ein.

Gefördert werden die Bauprojekte durch das Land Nordrhein-Westfalen. Seit August 2017 ist die alte Brücke zwar wieder befahrbar, doch gelten seither erhebliche Einschränkungen. Es ist nur eine Spur freigegeben und es können nur Fahrzeuge mit einem Gesamtgewicht von bis zu 3,5 Tonnen passieren.

Schwere Gefährte wie Busse und Lastwagen werden umgeleitet. Mit dem Bau der Behelfsbrücke soll sich diese Situation wieder entspannen und der gesamte Verkehr wieder an der K1 über die Wupper fließen.

Sobald die Übergangslösung greift, soll der Neubau am alten Standort starten. Dazu wird voraussichtlich im März zunächst das marode Bauwerk abgerissen. Die Fertigstellung ist derzeit für Januar 2021 avisiert.

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