Vom Außenseiter zum Meister

Vom Außenseiter zum Meister

Zwei Burscheider holten mit den Langenfeld Longhorns den Meistertitel im Flagfootball.

Burscheid/Leichlingen/Langenfeld. Ihr Ziel hatten die Jungs ganz klar vor Augen als sie am Freitagnachmittag in den Bus stiegen: Mindestens den fünften Platz wollten sie beim German Junior Flag Bowl, der Deutschen Meisterschaft der Flag-Footballer, erreichen.

Doch dann lief es für die Langenfeld Longhorns, für die auch Alexander Dambeck (14) und Jérome Vollborn (14) aus Burscheid spielen, viel besser als erwartet. Nachdem sie vor drei Wochen die NRW-Meisterschaft für sich entscheiden konnten, gewannen sie nach einem spannenden Match gegen die Franken Knights nun auch noch den gesamtdeutschen Meistertitel.

Dabei sah es in den Vorrunden gar nicht so gut aus für die Langenfelder. Gegen die Franken Knights verloren sie sogar, wenn auch nur knapp mit 6:0. Als Gruppenzweiter mussten sie sich dann auch noch bei einem Viertelfinalspiel gegen Lübeck durchsetzen, während sich die Knights sofort fürs Halbfinale qualifizierten. "Die Spiele waren sehr nervenaufreibend, meist blieb bis fast zum Ende alles offen", erzählt Alexander Dambeck.

Am Sonntag standen sie dann erneut den Franken Knights, den Gastgebern aus Rothenburg ob der Tauber, gegenüber. Bis zur Halbzeitpause lagen sie mit 6:0 zurück. Richtig knapp sei es gewesen, sind sich die Jungs einig. "Aber durch unseren Teamgeist haben wir dann doch noch das Spiel für uns entscheiden können", sagt Jérome Vollborn. 6:9 lautete der Spielstand schließlich. Die Longhorns hatten es geschafft: Sie sind Meister.

"Wir haben nicht damit gerechnet", sagt ihr Teamkollege Dominik Klein aus Leichlingen. Der 14-Jährige spielt erst seit einem halben Jahr für die Langenfeld Longhorns, nachdem er in einem Fitness-Studio gefragt wurde, ob er sich vorstellen könne, Football zu spielen. Nicht nur aufgrund des Sieges möchte er seiner Mannschaft auf jeden Fall die Treue halten. "Football zu spielen ist so etwas wie eine Lebenseinstellung."

Einen Pokal, den sie als Sieger hätten in die Luft stemmen können, haben die Sportler noch nicht bekommen. "Dann machen wir bestimmt noch eine Party", sagt Klein. Gefeiert haben die Gymnasiasten indes schon: Im Reisebus auf der Rückfahrt. "Da ging es recht ausgelassen zu", sagen die Drei.

Nicht nur für die Spieler, sondern auch für die Eltern war die Meisterschaft ein Erlebnis. "Es war wahnsinnig spannend", sagt Susanne Horrix, die Mutter von Dominik. Die meisten Eltern seien am Dienstag beim Training noch immer ganz heiser vom Anfeuern gewesen. "Aber es hat sich auf jeden Fall gelohnt", sagt sie stolz.

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