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TVW-Teams grüßen von der Spitze

TVW-Teams grüßen von der Spitze

Männer und Frauen spielen in Witzhelden zurzeit eine beeindruckende Runde in ihrer Liga.

Witzhelden.Erfolgreich und ambitioniert wird im Moment Handball gespielt bei den Bergischen Panthern. Die Männer haben als Aufsteiger in die dritte Liga eine beeindruckende Hinrunde mit 18 Punkten hingelegt, die Frauen behaupteten sich in der Oberliga. Nicht vergessen werden sollte da aber das kleine, benachbarte Dorf Witzhelden, wo die Handballerinnen und Handballer nach der Hinrunde ebenfalls für mächtig Furore sorgten.

Zwar alles eine Nummer kleiner aber mindestens genauso beeindruckend. Die Frauen führen als Aufsteiger überraschend das Klassement in der Verbandsliga an, die Herren befinden sich nach dem Trainerwechsel, Braco Sladakovic übernahm für Spielertrainer Andreas Heimann, ebenfalls in der Erfolgsspur und sind fast schon sensationell Spitzenreiter in der Bezirksliga.

Steffi Heider ist nun schon seit vielen Jahren Mitglied in der Handball-Abteilung des TV Witzhelden, beschäftigt sich dazu seit einiger Zeit als Vorsitzende auch mit der Vorstandsarbeit und ist ganz nebenbei Spielerin in der Damenmannschaft. „Wir sind natürlich alle überglücklich, dass es so hervorragend gelaufen ist. Hier wächst richtig was zusammen und die Stimmung unter beiden Mannschaften ist super“, betont Heider und sieht in dem Gemeinschaftsgefühl einen großen Vorteil. Vor dieser Spielzeit nahm man die Veränderung vor, dass die Herren sonntags vor den Frauen antreten, was auch von den Zuschauern entsprechend angenommen wurde. Die kleine „Turmarena“ platzt alle zwei Wochen an den Heimspielen regelmäßig aus allen Nähten und ein stimmungsvoller Rahmen ist gegeben. „Das muss auch weiterhin der Schlüssel zum Erfolg bleiben, dass wir gerade zu Hause die Punkte sicher einfahren“, sagt Heider.

Als Aufsteiger haben sich die Schützlinge von Trainer Sascha Pauly gleich ganz oben an die Tabellenspitze festgesetzt. Lediglich eine Niederlage gegen den Oberliga-Absteiger HSV Gräfrath II sowie ein Unentschieden gegen die HSG Adler Haan II stehen als negative Einträge zu Buche. Im Kreispokal gelang schon wieder der Sprung ins Final-Four, im Niederrhein-Pokal warf man sogar den Oberliga-Sechsten Königshof aus dem Wettbewerb und bekommt es nun mit dem Drittligisten HSV Gräfrath zu tun. „Meine Frauen haben die überragende Form aus der Landesliga-Saison mitgenommen. Wir können mehr als zufrieden sein“, sagt Pauly, der vor allem noch viele Monate auf die verletzten Leistungsträgerinnen wie Ines Heimann, Kathrin Frielingsdorf, Katharina Esch und Lidija Hepp verzichten musste. Für Anfang des neuen Jahres rechnet der Übungsleiter aber mit der Rückkehr des Quartetts, Heimann und Frielingsdorf feierten ohnehin schon Kurzeinsätze.

So ein wenig die Reise ins Unbekannte starteten die Herren, nachdem Spielertrainer Andreas Heimann sein Amt vor dieser Spielzeit abgab. Mit der Verpflichtung des früheren Hilgener Rückraumspielers Braco Sladakovic gelang Heider und Co. aber ein echter Glücksgriff. Der frühere Trainer des Leichlinger TV brachte viele neue Impulse ein und bei ebenfalls nur einer Niederlage grüßen auch die Herren von der Spitze. „Die Jungs ziehen hervorragend mit und wir wollen uns so lange wie möglich auf Platz eins halten“, betont Sladakovic, der von seinem Personal stets viel verlangt und auch aus diesem Grund so gut wie gar keine Pause einlegen wird. „Dazu gibt es keinen Anlass. Wir haben noch nichts erreicht“, so Sladakovic.