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TV-Spot: Sebastian Vettels Start im Meisenweg

TV-Spot: Sebastian Vettels Start im Meisenweg

RTL wirbt für die Übertragung mit einem Spot, der an zwei Tagen in Burscheid gedreht wurde.

Burscheid. Am 18. März startet der Rennzirkus der Formel 1 mit dem Großen Preis von Australien in Melbourne. Und am Montag radelten ein paar Kinder mit dem Rad durch den Meisenweg. Was das eine mit dem anderen zu tun hat? Die Kinder sollen die Werbetrommel rühren für die RTL-Übertragung.

Der Kölner Privatsender hat die Rechte für das frei empfangbare Fernsehen. Und will ab dem 25. Februar das eigene Publikum mit einem Werbespot auf die Königsklasse des Motorsports einstimmen. Der Meisenweg und das Burscheider Bad fallen einem zwar nicht gerade als Erstes ein, wenn man an geeignete Drehorte denkt. Die Wahl erklärt sich erst aus der Machart des 30- bis 40-Sekunden-Spots.

„Wir erzählen Geschichten von Kindern und ihren Träumen“, sagt Produktionsmanagerin Annett Krause. Ein kleiner Junge mimt den kleinen Sebastian Vettel, der lange vor seinen beiden Weltmeistertiteln eine erste Mutprobe beim Sprung vom Dreier besteht. Weitere Szenen des Drehteams um Regisseurin Isabel Grahs entstanden schon vergangene Woche in Burscheid und gestern Nachmittag im Anschluss an den Dreh im Bad bei Außenaufnahmen im Meisenweg. Der wurde erst als Rad- und später noch als Kartstrecke benötigt.

Dass die Wahl auf Burscheid fiel, hat auch damit zu tun, dass die Anfragen nach Drehgenehmigungen hier nicht so häufig sind wie in Köln. „Manche Kölner Bäder waren nicht geeignet, manche wollten nicht“, erzählt Krause. In Burscheid war man da offener, allerdings nicht bedingungslos: „Eigentlich war ein anderer Drehtag gewünscht, aber wir haben gesagt, das geht nur am Montagvormittag, wo wir ohnehin geschlossen haben“, blickt Bad-Chef Achim Borgmann auf die ersten Gespräche vor etwa drei Wochen zurück.

Bereits um kurz nach fünf in der Früh rückte der erste Wagen an, denn der Aufwand für die wenigen Sekunden, die die Badszene im Werbespot einnimmt, ist enorm. Selbst auf ein eigenes Stromaggregat war das Drehteam aufgrund der intensiven Ausleuchtung der Szenerie angewiesen.

Dass dann am Montag leichter Schnee fiel und Nebel aufkam, war zwar so nicht vorgesehen, wurde aber bei den Außenszenen im Meisenweg lieber billigend in Kauf genommen, als die Dreharbeiten noch in das RTL-Parkhaus in Köln zu verlegen. Da geht es dem kleinen Sebastian Vettel nicht anders als dem großen: Der kann sich das Wetter auch nicht aussuchen.