EMA-Fußballturnier: Stimmung und Fairness sind in jedem Jahr Trumpf

EMA-Fußballturnier : Stimmung und Fairness sind in jedem Jahr Trumpf

Der Ehrgeiz war groß beim EMA-Turnier. Im Finale besiegte die GGS Witzhelden die Hilgener.

Ein freier Parkplatz war rund um die Max-Siebold-Halle am Samstag nur schwer zu finden. Zahlreiche Eltern, Lehrer und Mitschüler hatten es sich nicht nehmen lassen, die Teilnehmer des diesjährigen Hallenfußballturniers an der EMA-Grundschule zu unterstützen.

Die Stimmung in der Halle war nach der Vorrunde vorfreudig angespannt. Während die Eltern über die vermeintlich stärksten Gegner fachsimpelten, warfen ihre Kinder schon ab und zu verstohlene Blicke auf den großen Wanderpokal, den der Sieger des Turniers am Ende mit nach Hause nehmen durfte.

Im Spiel um Platz sieben konnte sich die Grundschule Bennert trotz einer guten Torwartleistung der Montanusschule gegen die Burscheider durchsetzen; das einzige Mädchen im Team der Grundschule Bennert erzielte dabei den einzigen Treffer der Partie. Die Grundschule Dierath entschied das Spiel um Platz fünf gegen den Vorjahressieger KGS Kirchstraße mit 5:0 für sich, die Spieler der Grundschule Dierath zeigten dabei einige sehenswerte Schüsse und ausgefallenen Torjubel.

So richtig spannend wurde es beim Spiel um Platz drei zwischen der GGS Haiderbach und der Waldschule, das erst im Siebenmeterschießen entschieden wurde. 14-mal mussten beide Seiten aufs Tor schießen, bis die Waldschule als Sieger feststand. Für viele Eltern war das zu viel der Spannung, und sie konnten nach einiger Zeit gar nicht mehr hinsehen.

Im Finale konnte sich schließlich die GGS Witzhelden gegen die Gastgeber aus Hilgen ebenfalls erst im Elfmeterschießen durchsetzen, und bekam von Bürgermeister Stefan Caplan den Wanderpokal überreicht.

Henning Tschacher, Sportlehrer an der EMA-Schule und Trainer der Schulmannschaft, zeigt sich dennoch zufrieden. „Mir war besonders wichtig, dass alle heute fair spielen, und es auch untereinander keine Streitigkeiten gibt, denn bei einigen ist ganz schön viel Ehrgeiz dabei,“ sagt er.

EMA-Schüler haben ein halbes Jahr für das Turnier trainiert

Aber der sportliche Erfolg habe dennoch eine Rolle gespielt, schließlich habe man ein halbes Jahr lang für das Turnier trainiert. Das wichtigste sei aber, dass alle Kinder ihren Spaß haben. Auch Schulleiterin Sonja Tippel lobte bei der Siegerehrung die Fairness von Spielern und Zuschauern. Für sie macht besonders eine Sache das Turnier Jahr für Jahr aus: „Die Stimmung in der Halle ist immer großartig, alle Zuschauer und Eltern sind voll mit dabei“, sagt sie. „Alle Schulen freuen sich das ganze Jahr lang auf das Turnier.“ Und das Interesse der umliegenden Schulen sei auch nach 31 Jahren noch nicht abgerissen. „Wir müssen immer in einem Losverfahren entscheiden, welche acht Schulen teilnehmen dürfen. Nur wir als EMA-Schule und der Vorjahressieger sind gesetzt“, erklärt Tippel. Man könnte das Turnier also auch noch größer machen, aber das lehnt die Schulleiterin ab. „Wir wollen uns diesen familiären Rahmen bewahren.“

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