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Standing Ovations für den OVH in Innsbruck

Standing Ovations für den OVH in Innsbruck

Geschafft, aber beeindruckt sind die Musiker von den renommierten Konzerten zurück.

Burscheid. 23 Stunden Fahrt hin und zurück mit dem Doppeldeckerbus, ein über zweistündiges Konzert ohne Pause in der kaiserlichen Hofburg zu Innsbruck — geschafft sind die 72 Musiker des Orchestervereins Hilgen am Montag von den Promenadenkonzerten zurückgekehrt. „Das war das schwerste Programm, was wir je gespielt haben“, berichtet Martin Mudlaff, Vorsitzender des Vereins.

Doch am Ende des Konzertes gab es Standing Ovations für die Hilgener. Und das war laut Mudlaff trotz der Vorschusslorbeeren nicht unbedingt zu erwarten. „Wir wussten, dass wir ein kritisches Publikum haben werden.“ Doch schon während der Aufführung abends bei sommerlichen Temperaturen sei durch das Verhalten der Besucher zu spüren gewesen, dass der Funke übergesprungen war. „Wir hatten sehr viele leise Passagen, da hatten wir große Bedenken, weil es nachmittags durch das Kommen und Gehen der Besucher ein bisschen unruhig war.“ Ganz anders am Abend. „Die Hofburg war proppenvoll. Es war phänomenal, zu erleben, wie ruhig so viele Menschen auf einem Fleck sein können. Wir hatten eine Akustik wie in einem Konzertsaal.“

Laut Veranstalter waren 2000 Besucher an dem Abend in der Innsbrucker Burg. Darunter auch drei Überraschungsgäste: drei Mitglieder des Vorstands der Stadtkapelle Wangen im Allgäu, die zu den größten Konkurrenten des OVH bei Wettbewerben gehört. Bei vergangenen Veranstaltungen seien sie so begeistert dem Hilgener Ensemble gewesen, dass sie eine sechsstündige Hin- und Rückfahrt auf sich genommen hätten, um ihre befreundeten musikalischen Rivalen zu sehen und zu hören.

Und sie waren vermutlich genauso begeistert wie der Intendant der Promenadenkonzerte, Alois Schöpf, der vor der Verabschiedung des OVH umissverständlich eine Zugabe einforderte und schon mal eine verklausulierte Einladung für das kommende Jahr aussprach.