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Stadt will Förderverein für Spielplätze

Stadt will Förderverein für Spielplätze

Nach den Ferien soll ein Verein gegründet werden. Mitglieder kümmern sich um die Instandhaltung der Geräte.

Burscheid. Ein Förderverein für Spielplätze in Burscheid wurde am Mittwochabend noch nicht gegründet. Das Interesse an einem solchen Verein ist aber da. Um genau das herauszufinden, hatte die Stadt zu einer Informationsveranstaltung ins Rathaus eingeladen.

Bürgermeister Stefan Caplan erläuterte noch einmal, warum die Stadt die Unterstützung braucht. In den vergangenen Jahren sei im Zuge der Neubaugebiete die Anzahl der Spielplätze in Burscheid auf mittlerweile 24 gestiegen. Dies bedeute einen Mehraufwand bei der Anschaffung von teuren Spielgeräten und im Unterhalt — auch, weil die Anforderungen an Spielplätze gerade in Sachen Sicherheit gestiegen seien. „Wir wollen uns als Stadt nicht rausziehen, können es aber von der Summe her nicht schultern“, so Caplan.

Unter den 15 Interessierten waren neben in der Mehrzahl politisch Aktiven, die das Thema einst angestoßen hatten, auch einige Bürger. Sie ließen sich von einem Mann informieren, der sich auskennt: Mit Thomas Kaumanns hatte die Verwaltung den Vorsitzenden des Neusser Spielplatz-Fördervereins „Nüsser Pänz“ eingeladen. Er sprach über die eigene Vereinsarbeit, Fördermaßnahmen, Gewinnung von Mitteln und Ressourcen sowie die Rekrutierung von Mitstreitern, die Vernetzung und Zusammenarbeit mit anderen Institutionen.

Das Neusser Modell, so die Erkenntnis des Abends, könnte sich auch auf Burscheid übertragen lassen. Neben diversen Verschönerungsaktionen, bei denen Vereinsmitglieder Hand anlegen und beispielsweise verrostete Spielgeräte mit Unterstützung von Spendengeldern wieder auf Vordermann bringen, bemüht sich der Verein auch um Spielplatzpaten. Diese Aktion ist bereits kürzlich in Burscheid angelaufen (siehe Kasten). Außerdem prämiert der Verein besonders aktive Gruppen oder Personen mit einem Preis, 2009 wurde eine Förderschule für ihre Spielplatzpatenschaft ausgezeichnet.

Mit einer Postkartenaktion macht der Förderverein auf die teilweise desolaten Zustände auf den Spielplätzen in Neuss aufmerksam. Um zusätzlich zu den Mitgliedsbeiträgen an weitere Spenden zu gelangen, werden lokale Unternehmen ins Boot geholt. Auch Handwerks- und Gartenbaubetriebe oder andere Vereine und Institutionen wie die Caritas helfen mit, die teilweise seit den 60er Jahren existierenden Spielplätze instand zu halten. Die Einnahmen werden der Stadt zur Verfügung gestellt, die dann für die Anschaffung neuer oder die Reparatur defekter Spielgeräte sorgt.

Einen solchen Weg kann sich auch Bürgermeister Caplan für Burscheid vorstellen. Um noch mehr Mitstreiter zu finden und das Thema weiter publik zu machen, einigte man sich am Mittwochabend darauf, eine weitere Veranstaltung nach den Sommerferien einzuberufen, bei der dann ein Förderverein gegründet werden soll.

Fünf Interessierte zeigten Bereitschaft, diese Gründungsveranstaltung vorzubereiten. Unterstützung erhalten sie von der städtischen Pressesprecherin Renate Bergfelder-Weiss, die die Gruppe unter anderem in Sachen Satzung beraten will.