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Burscheid: Stadt will Ältere besser vernetzen

Burscheid : Stadt will Ältere besser vernetzen

Zur Gründung eines Netzwerkes wurden 3116 Bürger zwischen 55 und 65 Jahren eingeladen.

Burscheid. Die Abkürzung klingt zwar furchtbar, aber die Idee dahinter ist gut und mit der entsprechenden Resonanz könnte älteren Menschen dabei geholfen werden, nach dem Arbeitsleben nicht in ein tiefes Loch zu fallen. Das steckt nämlich hinter den Buchstaben von ZWAR: „Zwischen Arbeit und Ruhestand“.

In Nordrhein-Westfalen wurden bereits 60 entsprechender Netzwerke mit diesem Hintergrund ins Leben gerufen, jetzt haben die Burscheider Quartiersmanagerinnen Jana Lauffs und Maryna Humailo auch für Burscheid eine Gründungsveranstaltung geplant. Am 29. Juni um 19 Uhr soll der Startschuss im Haus der Kunst fallen.

Angeschrieben dafür und eingeladen wurden von der Stadtverwaltung exakt 3116 in Burscheid gemeldete Bürger im Alter von 55 und 65 Jahren — 1592 Männer und 1524 Frauen. Entsprechend dem tatsächlichen Anteil der Bevölkerungsschicht in der Stadt. Jeder Burscheider anderen Alters darf natürlich auch teilnehmen.

Geboren wurde die Idee für diese Vorhaben aus einem Beweggrund, mit dem sich die Stadt schon seit Jahren beschäftigt: Wie gewinnt man Menschen für das Ehrenamt?! Für die ZWAR-Gründung stehen nun Fragen im Mittelpunkt, die sich wohl viele stellen, wenn der Berufsalltag vorbei ist: Was macht man mit der gewonnen Zeit im Ruhestand? Wie geht man damit um, wenn die Kinder das Haus verlassen? Ein ZWAR-Netzwerk soll Menschen dabei helfen, den Übergang zwischen Arbeit und Ruhestand zu gestalten, neue Kontakte zu knüpfen und gemeinsam mit anderen Freizeitaktivitäten zu planen.

Dabei ist der Vielfalt keine Grenze gesetzt. Aktivitäten können von Wandern, Reisen, Kino, Theater bis zu Kochen und Spielen oder dem Engagement in einem ehrenamtlichen Projekt reichen. Der Prozess wird von der Dortmunder ZWAR-Zentralstelle begleitet, entsprechende Vertreter werden auch am Abend im Haus der Kunst dabei sein. Doch sind die Netzwerke auf Selbstorganisation ausgerichtet.

Nach der Gründung finden ab dem 12. Juli in einem 14-tägigen Rhythmus Basisgruppentreffen im Kulturbadehaus statt. Hier kann die Gruppe selbstbestimmt Aktivitäten planen. Begleitet werden die Basisgruppentreffen ein Jahr lang von den beiden Quartiersentwicklerinnen.