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Autobahnunterführung: Sperrung noch bis Sommer 2016

Autobahnunterführung : Sperrung noch bis Sommer 2016

Die Unterführung in Ösinghausen soll jetzt erst ab April dauerhaft stabilisiert werden. Gesperrt ist sie schon seit Mai letzten Jahres.

Burscheid. Zahlreichen Spaziergängern, Radfahrern und Freizeitsportlern ist die Sperrung der Autobahnunterführung zwischen Ösinghausen und Kotten/Am Sieferbusch ein fortwährendes Ärgernis. Seit Mai vergangenen Jahres ist an dieser Stelle kein Durchkommen mehr. Und sowohl Anwohner als auch land- oder forstwirtschaftliche Nutzer werden sich auch noch mehr als ein Dreivierteljahr gedulden müssen, ehe sie die Verbindungsstrecke wieder nutzen können.

Dabei hatte der Landesbetrieb Straßenbau im Frühjahr 2014 ursprünglich nur eine dreimonatige Sperrung in Aussicht gestellt. Sie sollte genügen, um die gefährdete Tragfähigkeit der Konstruktion zu beheben. Aus den drei Monaten werden nun deutlich mehr als zwei Jahre werden — wenn es bei dem derzeitigen Zeitplan des Landesbetriebs bleibt.

Der sieht jetzt vor, dass die Ausschreibung für die Arbeiten noch in diesem Jahr erfolgen soll. Die Aufträge könnten dann Anfang 2016 vergeben werden, sodass bis zum geplanten Baubeginn im April noch genug Vorlaufzeit für die ausführenden Firmen bestünde. Den Baubeginn im kommenden Frühjahr begründet der Landesbetrieb mit den notwendigen höheren Temperaturen für die Betonierungsarbeiten.

Warum das alles nicht wie zwischenzeitlich mal angekündigt schon in diesem Frühjahr erledigt wurde, erklärt Projektleiter André Deutenberg von der Autobahnniederlassung Krefeld mit notwendig gewordenen Änderungen der Ausführungsplanung. Im Boden der Unterführung verläuft eine Gasleitung. „Bei Überprüfungen vor Ort hat sich herausgestellt, dass sie nicht plan verläuft, sondern eine Auswölbung nach oben hat.“ Die Leitung sei aber inzwischen begradigt worden.

Die Unterführung soll mit einer Art Tunnel im Tunnel dauerhaft stabilisiert werden. Derzeit sorgen behelfsmäßig eingezogene Stahlträger für Einsturzsicherheit, was aber gleichzeitig ein Passieren unmöglich macht. Als Dauerlösung vorgesehen ist ist das Einziehen eines vollständigen Profils mit einer Stärke von 40 Zentimetern. Die Breite der Unterführung verringert sich entsprechend von 4,50 Meter auf 3,70 Meter. Die Reduzierung der Höhe fällt geringer aus, weil der alte Boden der Unterführung zuvor ausgehoben wird. Deutenberg rechnet mit einer Bauzeit von April bis Ende August 2016 . Die gesamte Maßnahme sei mit Baubehörden und Landwirtschaftskammer abgestimmt. Insgesamt investiert der Landesbetrieb laut Deutenberg schätzungsweise 400 000 Euro in das Bauwerk.

Nach seiner Aussage werden die Ausführungspläne derzeit noch geprüft. Hat der Prüfingenieur sie genehmigt, kann die Ausschreibung erfolgen — anderthalb Jahre nach der Sperrung der Unterführung.