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Busse: Shuttle-Service ab dem Messegelände

Busse : Shuttle-Service ab dem Messegelände

Die Stadt plant, die Abwicklung des Touristenbusverkehrs in der Adventszeit zu modifizieren, um so Verkehrs- und Emissionsbelastungen aus der Innenstadt zu verlagern und Sicherheit und Ordnung im öffentlichen Raum sicherzustellen.

Das neue Konzept, das bereits zum Advent in diesem Jahr umgesetzt werden soll, sieht vor, dass über die gesamte Zeit, auch werktags, keine Touristenbusse in die Altstadt einfahren dürfen und diese zum Ein- und Ausstieg und Parken den Messeparkplatz P 22 nutzen müssen. Von dort aus fährt ein Shuttle-Service – abschnittsweise auf der Deutzer Brücke auf einem Sonderfahrstreifen – zum Heumarkt und zurück.

Bisher musste Komödienstraße gesperrt werden

Die bisherige Abwicklung des Reisebusverkehrs in der Adventszeit beschränkte sich auf die vier Adventssamstage. Hierfür wurde die Komödienstraße für den Durchgangsverkehr gesperrt. Darüber hinaus wurde der Messeparkplatz P 22 zum Parken der Reisebusse sowie ein Shuttle-Service durch die KVB zum Transport der Touristen aus der Altstadt zum Messeparkplatz angeboten.

Durch die Verlegung des innerstädtischen Busterminals an die Gereonstraße haben sich die Voraussetzungen zwar geändert, die Durchführungsprobleme würden sich dort bei hohen Bus- und Besucherfrequenzen jedoch noch verstärken. Das Aufkommen der Reisebusse in der Adventszeit kann auch an dem neuen Haltepunkt Gereonstraße nicht stadtverträglich abgewickelt werden. Es bestehen zahlreiche Konfliktpunkte für Verkehrsteilnehmer auf dem Weg zwischen dem Busterminal und der Altstadt, die unter dem zu erwartenden hohen Besucheraufkommen in der Adventszeit sich deutlicher bemerkbar machen werden.

Für die Regelung des Touristenbusverkehrs wurden daher verschiedene Varianten untersucht, aus denen nun dem Verkehrsausschuss eine Vorzugs- und eine Alternativvariante zur Entscheidung vorgelegt wird. Die Stadt ist bereit, jährliche Aufwendungen in Höhe von rund 650.000 Euro für die Abwicklung des Reisbusverkehrs in der Adventszeit auszugeben. Dem entgegen stehen die Einnahmen aus den Touristen-Besuchen und der Imagegewinn, die der Stadt zugutekommen und sich in den Besucherzahlen abbilden soll. In den vergangenen Jahren wurden an den Adventssamstagen rund 200 Busse gezählt, deren Fahrgäste die Angebote der Märkte und des Einkaufs in Köln genutzt haben.Für die geplante Regelung geht die Verwaltung davon aus, dass die Weihnachtsmärkte in diesem Jahr öffnen. Durch den Einsatz der Timeslot-Vergabe können Reiseunternehmen jedoch auch flexibel auf neue Situationen zur Pandemievorsorge agieren.