ÖPNV Schneller mit dem Bus nach Leverkusen und Köln

Drei Ratsfraktionen haben Anträge zu dem Thema gestellt. Noch wird an dem endgültigen Konzept gearbeitet.

ÖPNV: Schneller mit dem Bus nach Leverkusen und Köln
Foto: Doro Siewert

Burscheid. Der angekündigte Schnellbus zwischen Wermelskirchen und Leverkusen bewegt die Gemüter. Gleich drei Anträge Burscheider Fraktionen liegen vor; das Thema steht auch auf der Tagesordnung der Ratssitzung am Donnerstag. Dabei ist das Unternehmen Regionalverkehr Köln (RVK) gerade erst mit einem Konzept beauftragt.

Die Burscheider CDU will an den möglichen Haltestellen auf Burscheider Stadtgebiet Pendlerparkplätze und Fahrradboxen entstehen sehen. Die FDP will rechtzeitig die Präferenzen für den Linienverlauf aus Burscheider Sicht definieren. Und die Grünen sorgen sich, dass die Linie überhaupt über Burscheider Stadtgebiet läuft.

Zumindest sie können beruhigt werden. Kreissprecher Alexander Schiele versichert: „Dass wir Burscheid auslassen, wird nicht passieren.“ Gedacht ist der Schnellbus, um die Fahrzeit zwischen Wermelskirchen und Köln zu verkürzen. Über die RVK-Linie 260, die schon in Remscheid startet, beträgt sie derzeit fahrplangemäß 87 Minuten.

Die Idee des Schnellbusses: Er soll, von Wermelskirchen kommend, nur an Zentrallagen halten, in Burscheid am Raiffeisenplatz und noch einmal in der Burscheider Innenstadt, danach erst wieder in Pattscheid, Bergisch Neukirchen und am Opladener Bahnhof. Dort bestünde die Umsteigemöglichkeit in die Regionalbahn 48 nach Köln.

Der Bus selbst fährt danach bis Leverkusen-Mitte weiter, wo der Anschluss an den Rhein-Ruhr-Express gegeben wäre, wenn diese beschleunigte Variante eines Regionalzuges endlich einmal eingeführt ist. Das könnte womöglich in Teilen 2018 erfolgen. Damit wäre auch die Schnellverbindung nach Düsseldorf gewährleistet.

Berechnung der RVK gehen davon aus, dass sich die Fahrzeit zwischen Wermelskirchen und Köln beim Umstieg in Opladen auf 57 Minuten und beim Umstieg in Leverkusen-Mitte auf 62 Minuten verkürzt. Laut Schiele sehen erste Überlegungen vor, den Schnellbus montags bis freitags von 6 bis 21 Uhr im 30-Minuten-Takt fahren zu lassen, zu Hauptverkehrszeiten womöglich auch in dichterer Folge. Ein Einsatz am Wochenende ist noch offen.

Die RVK soll jetzt ein fundierteres Konzept ausarbeiten, das dann im Kreistag beschlossen werden muss. Denkbarer Einführungstermin wäre der Fahrplanwechsel Ende 2018. Die Linie 260 zwischen Remscheid und Köln soll vom Schnellbus unberührt bleiben.