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Projekt: Die Birken bleiben am Birkenweg

Projekt: Die Birken bleiben am Birkenweg

Die Häuser der Gewag sind nun saniert. Nur zwei Bäume werden dort gefällt.

Burscheid. Die Bauarbeiten am Birkenweg sind in den letzten Zügen. Die Remscheider Wohnungsaktiengesellschaft Gewag hatte dort seit März neun Gebäude an den Hülsen und vier im Birkenweg, insgesamt 122 Wohnungen, saniert (der BV berichtete). Heute erstrahlen die einst tristen Fassaden in freundlichen bunten Farben.

Und noch eine gute Nachricht gibt es: Die Birken bleiben. Im März hatte Hans-Werner Walter, Prokurist und technischer Leiter der Gewag, gegenüber unserer Zeitung erklärt, dass nur die drei Birken eingangs der Straße erhalten bleiben. Der Rest müsse gefällt werden, ein Birkenweg ohne Birken. Das bestürzte die Anwohner.

„Der Birkenweg bleibt seinem Namen treu“, verriet Hans-Werner Walter nun aber am Dienstag im Gespräch mit dem BV. „Wir werden nicht nur am Straßeneingang, sondern auch im weiteren Verlauf die Birken an der linken Seite stehen lassen“, sagte Walter. Lediglich eine Birke hinten rechts und ein anderer Baum würden gefällt. „Das ist erforderlich, weil die Bäume Schmutz machen und den Anwohnern Licht nehmen.“

Walter erklärte, dass die Gewag den Abstand der Bäume zu den Häusern genau geprüft und entschieden hat, dass weniger Bäume gefällt werden müssen als anfangs angekündigt. „Das können wir so vertreten“, sagte Walter. Einige Bäume müssten aus Sicherheitsgründen aber etwas gestutzt werden.

Etwa zwei Wochen noch wird am Birkenweg gebaut. „Im Wesentlichen sind die Arbeiten abgeschlossen, es werden nur noch einige Restarbeiten im Bereich der Wege durchgeführt“, erklärte Walter den Stand der Dinge. Die Kosten von 2,5 Millionen Euro wurden eingehalten.

Die Gewag hatte die Häuser energetisch saniert. „Wir haben die Fassaden gedämmt, die Dächer, die Decken in den Gebäuden und Balkone erneuert. Außerdem gibt es neue Heizungen“, sagte Walter. Abgesehen von der optischen Veränderung sei somit der Kohlenstoffdioxid-Ausstoß reduziert.

Aber nicht nur das Innere auch das Äußere kann sich sehen lassen. „Wir haben ein Konzept erarbeitet, bei dem sich eine Grundfarbe an allen Häusern wiederfindet und an jedem Haus jeweils noch eine spezielle Farbe, auch als Erkennungsmerkmal“, erklärt Walter. Den meisten Bewohnern gefalle dies. Und er hofft nun, dass sich die Wohnungen gut vermarkten lassen. Ein komplett saniertes Haus stehe nämlich noch leer. In den anderen Häusern gebe es laut Walter einen „normalen“ Leerstand von etwa zwei bis drei Prozent.